© Meteor Film 2026

Wolves

Schweiz 2025

Ausbruch statt Ordnung: Die stille Luana hängt ihren Job als Erzieherin an den Nagel, um mit einer Black-Metal-Band auf Tour zu gehen. Dabei verliebt sie sich in den charismatischen Sänger Wiktor. Erst spät beginnt sie ihn und seine rechte Weltanschauung zu hinterfragen. Der mit vielen energiegeladenen Konzertszenen aufwartende Film stellt die Frage nach der Verführbarkeit durch Liebe und Ideologie.

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Musik, Philosophie, Sozialkunde

Themen

Feminismus, Liebe, Metal, Musik, Neuheidentum, „NSBM“, Rechtsrock, Rechtsextremismus, rechte Symbolik, toxische Beziehung, Radikalisierung, Gesellschaft

Kinostart

21.05.2026

Das geordnete Leben als Kindergärtnerin in der Schweiz wird der 23-jährigen Luana zu eng. Sie wohnt noch bei ihrer Mutter, der von der Familie getrennt lebende Vater ist schwer krank. Einen Ausweg aus dieser unbefriedigenden Situation verspricht die Black-Metal-Band „WLVS“ ihres Cousins Domi. Sie begleitet die noch unbekannte Band auf Tour und kümmert sich unter anderem um deren Social-Media-Auftritt. Zwischen dem neuen Sänger Wiktor und Luana entwickelt sich bald eine Beziehung, die stark zwischen Zärtlichkeit und Zurückweisung schwankt. Der aus Polen stammende Wiktor fasziniert mit seinem geheimnisvollen Charisma, entzieht sich aber einer klaren Positionsbestimmung, sobald es um seine politischen Überzeugungen geht. Als er auf einem Konzert ein Tattoo mit rechter Symbolik zeigt, eskalieren die Spannungen in der Band und Luana muss daraufhin entscheiden, wo sie ihre Prioritäten setzt.
Die Stärke von WOLVES liegt in der authentischen Darstellung des Konzerterlebnisses und des Touralltags einer kleinen Underground-Gruppe. Die Band „WLVS“ wurde extra für den Film gegründet und spielte reale Konzerte. Die Faszination und Energie, die vom rauen Black-Metal ausgehen, werden in den furiosen Live-Szenen erlebbar. Im Gegensatz zur treibenden Musik ist das Erzähltempo des Filmes sehr zurückgenommen. Die Figuren sind nur rudimentär skizziert, die Zuschauenden erfahren von Luana relativ wenige Details aus ihrem Leben, von Wiktor werden gar keine Hintergründe offengelegt. Der Film ist konsequent aus der Sicht der introvertierten Luana erzählt, die ihren Platz in der männerdominierten Subkultur finden will. Vieles wird nur angedeutet, was vom Publikum Hintergrundwissen in Bezug auf rechte Codes und die Differenzierungen innerhalb der Metal-Szene verlangt.
Mit den Schüler*innen kann die komplexe Beziehungsdynamik zwischen den beiden Hauptfiguren analysiert werden: Wie bewerten sie die Entscheidungen, die Luana in Bezug auf Wiktor trifft? Können ideologischen und politische Unterschiede im Namen der Liebe überwunden werden und wo liegen die Grenzen? WOLVES bietet außerdem einen guten Anlass, sich mit den in der rechtsextremen Szene verwendeten Codes und kulturellen Auffassungen auseinanderzusetzen. Woran erkenne ich rechtes Gedankengut und welche Rolle kann Musik dabei spielen, um politische Überzeugungen zu transportieren? Gleichzeitig sollte differenziert werden: Die Metal-Szene ist sehr vielfältig und in weiten Teilen nicht rechtsradikal. In Bezug auf die Formsprache des Films kann untersucht werden, wie sich die Bildgestaltung und Farbgebung von den Konzert- und Alltagsszenen unterscheiden und wie sie dadurch charakterisiert werden.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Dörthe Gromes , 30.04.2026 , letzte Aktualisierung: 06.05.2026

Regie

Jonas Ulrich

Buch

Jonas Ulrich

Darsteller*innen

Selma Kopp, Bartosz Bielenia, Fabian Künzli, Anna Sauter-McDowell u. a.

Länge

101 Min

Sprachfassung

Originalfassung in Schweizerdeutsch und Englisch mit Untertiteln

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Meteor Film

Festivals

Filmfestival Max Ophüls 2026: Preis der Jugendjury und Preis der Filmkritik; Zürich Film Festival 2025; São Paulo International Film Festival 2025

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