Filmplakat zu Mustang

Mustang

Drama
Frankreich, Türkei, Deutschland 2015, 97 Min
Regie: Deniz Gamze Ergüven
Zum FilmTipp

Solange man frei ist, ist die Freiheit oft selbstverständlich. So geht es auch der etwa 12-jährigen Lale und ihren vier älteren Schwestern. Seit dem Tod ihrer Eltern leben die lebenslustigen Mädchen bei ihrer Großmutter an der türkischen Schwarzmeerküste, wo sie unbeschwert aufwachsen – bis sie mit ein paar Jungen im Meer rumtoben und damit für einen Skandal sorgen. Ihr als schamlos wahrgenommenes Verhalten hat den guten Ruf der Familie ruiniert, der Onkel beschimpft sie als „Schlampen“ und sperrt sie ein. Das Zuhause der Schwestern wird erst zum Gefängnis und dann zu einer „Hausfrauenfabrik“, in der sie lernen, wie man kocht, näht, putzt und Ehemännern in spe lächelnd Tee serviert. Doch trotz aller Repressionen wollen sich die Mädchen nicht fügen und kämpfen auf jeweils eigene Art für ihre innere Freiheit und ihr Recht auf Selbstbestimmung.

Als Erzählerin und genaue Beobachterin aus kindlicher Perspektive fungiert dabei Lale. Sie kommentiert aus dem Off das Geschehen, kündigt Ereignisse an oder sortiert sie im Nachhinein. Kraft und Zuversicht schöpfen die Mädchen dabei aus ihrem Zusammenhalt.

Themen: Mädchen, Frauen, Menschenrechte/-würde, Gender/Geschlechterrollen, Erwachsenwerden, Diskriminierung, Macht, Werte, Freiheit, Familie, Islam, Rebellion, Emanzipation, Religion/Religiosität

Schulunterricht: Ab Klasse 9

Unterrichtsfächer: Deutsch, Politik, Sozial-/Gemeinschaftskunde, Ethik, Türkisch, Philosophie

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