Ein blauer Hintergrund. Mit weißer Schrift steht der Titel des Films in der Mitte. Pünktchen und Anton sprigen in der Luft.

Pünktchen und Anton

Spielfilm
Deutschland 1998, 109 Min
Regie: Caroline Link

Viel größer könnte der soziale Unterschied zwischen zwei Freunden kaum sein: Als Tochter eines vielbeschäftigten Chirurgen wächst die aufgeweckte Pünktchen in materiellem Wohlstand auf. Ihre Mutter hat sich Wohltätigkeits-Aktionen für Länder des globalen Südens verschrieben und befindet sich den Großteil der Zeit auf Repräsentationsreisen. Zuhause kümmern sich Au-Pair-Mädchen und Köchin um die Zehnjährige. Pünktchens bester Freund Anton wächst mit seiner liebevollen alleinerziehenden Mutter auf, die seitdem sie krank ist, nicht mehr zur Arbeit gehen kann. Weil Anton fürchtet, seine Mutter könnte ihren Job in der Eisdiele verlieren, kellnert er an ihrer Stelle, heimlich. Morgens schläft der übermüdete Junge in der Schule ein.
Die großherzige Pünktchen setzt alles daran, ihm zu helfen: Bei ihren Eltern, deren Wohltaten sich auf Länder in der Ferne beschränken, findet sie bezüglich Antons finanziellen Problemen kein Gehör. Stattdessen ergreift sie selbst die Initiative und beginnt als Straßenmusikerin Geld zu sammeln. Als ihre Eltern sie dort entdecken beginnen sie zu begreifen wie ernst es ihrer Tochter ist. Überrascht von ihrer Loyalität und von Antons uneigennütziger Hilfe, einen Einbruch in ihre Villa zu verhindern, kommen sie zu der Einsicht, dass Geld und Prestige nicht das Wichtigste im Leben sind.
Die Gegenüberstellung von arm und reich führt zu starken Kontrasten, die Ungerechtigkeiten sichtbar machen. Dabei behält der Film die Vielschichtigkeit menschlichen Verhaltens im Blick, das nicht simplifizierend in Gut und Böse einzuordnen ist.

Themen: Kindheit/Kinder, Freundschaft, Familie, Werte, Armut, soziale Ungleichheit, Einsamkeit, Vorurteile, Gerechtigkeit, Arbeit, Wohlstand, Zusammenhalt, Verantwortung, Liebe

Schulunterricht: 3. bis 5. Klasse

Unterrichtsfächer: Deutsch, Sachkunde, Religion, Lebenskunde/Ethik, Musik

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