Plakat zu dem Film Blame

BLAME

Schweiz 2025

BLAME erzählt die Geschichte von drei Wissenschaftler*innen, die seit vielen Jahren gefährliche Viren erforschen, die von Tieren auf Menschen überspringen können. Schon lange vor dem Ausbruch von Corona warnten sie vor einer solchen Pandemie und gerieten dann selbst unter Verdacht: Behauptungen über ein Laborleck machten die Runde. Der Film zeigt, wie Desinformation, Verschwörungsmythen und politische Schuldzuweisungen die öffentliche Debatte bestimmten.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Sozialkunde, Politik, Ethik, Religion, Biologie, Philosophie, Psychologie, Deutsch, Geschichte

Themen

Pandemien, SARS/COVID-19, Forschung, Wissenschaft, Forschungsethik, Forschungsförderung, Wissenschaftskommunikation, soziale Medien, Fake News, politische Interessen, Forschung, Wissenschaftsethik

Kinostart

05.02.2026

Der Film gibt einen Einblick in die jahrzehntelange Forschung an Fledermäusen im Zusammenhang mit auf Menschen übertragbaren Erkrankungen und zeigt, dass die Warnungen der beteiligten Forscher*innen ungehört blieben. Die drei Protagonist*innen des Films hatten eine Pandemie wie Corona seit Jahren vorausgesagt – doch ihre Erkenntnisse gehen unter in einer Infodemie: Widersprüchliche Vorgehensweisen, Desinformation und politische Schuldzuweisungen dominieren; ein rationales internationales Vorgehen scheint unmöglich. Der Film zeigt möglichst unaufgeregt, wie die Welt seit 2003 – als mit dem Ausbruch von SARS die erste große Epidemie des 21. Jahrhunderts auftrat – trotz vorliegender Forschungsergebnisse kaum dazugelernt hat. Statt Orientierung zu bieten, wird Wissenschaft vielmehr zum Störfaktor für rechtspopulistische Strömungen und für das Geschäft mit der Angst, insbesondere in den sozialen Medien. Mit unterschiedlichen Perspektiven auf das Forschungsfeld nähert sich der Film der Komplexität wissenschaftlicher Arbeit an. Er bezieht kulturgeschichtliche Aspekte ebenso ein wie die Herausforderungen einer neuen Medienrealität. Was muss Forschung in diesem Kontext leisten – und wie steht es um ihre Schnittstelle zur politischen Verantwortung? Und wie kann faktenbasierte Prävention gegen emotional aufgeladenen Narrativen bestehen?
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

letzte Aktualisierung: 21.01.2026

Regie

Christian Frei

Buch

Christian Frei, Co-Autorin Trine Piil

Darsteller*innen

Dr. Linfa Wang, Dr. Peter Daszak, Dr. Zhengli Shi, Jane Qiu, Philipp Markolin

Länge

123 Min

Sprachfassung

Originalfassung in Deutsch und Englisch

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Rise and Shine Cinema

Festivals

(Auswahl 2025) Visions du Réel, Schweiz; DOK.fest München, Deutschland; CinemAmbiente Festival, Italien, Doc Edge Festival, Neuseeland; International Festival Signes de Nuit, Thailand

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