© Landfilm 2026

Ein helles Funkeln

Norwegen 2025

Die zehnjährige Ronja und ihre ältere Schwester Melissa müssen ihren Alltag weitgehend allein bestreiten, da ihr Vater alkoholkrank ist. Im nüchternen Zustand ist er fröhlich und geht liebevoll mit ihnen um. Kurz vor Weihnachten bekommt er eine Arbeit als Christbaumverkäufer. Das währt nicht lange, da ihn die Alkoholsucht wieder einholt. So übernehmen die Mädchen heimlich seine Arbeit. Bald müssen sie jedoch erkennen, dass es so nicht weitergehen kann. Bei aller Ernsthaftigkeit erzählt der Film eine warmherzige Geschichte, in der Momente voller Zuversicht und Menschlichkeit aufleuchten.

Originaltitel

Stargate - En Julefortelling

Genre

Drama, Kinderfilm, Literaturadaption

Klassenstufe

ab 5. Klasse

Altersempfehlung

ab 10 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik/Lebenskunde, Religion, Kunst

Themen

Weihnachten, Geschwister, Familie, Mädchen, Alkoholabhängigkeit, Sucht, Arbeitslosigkeit, Existenzangst, Freundschaft, Hilfsbereitschaft

Kinostart

19.11.2026

Die zehnjährige Ronja und ihre ältere Schwester Melissa leben mit ihrem alkoholkranken Vater in Oslo. Wenn der Vater nicht trinkt, ist er fröhlich und geht sehr liebevoll mit seinen beiden Töchtern um. Doch wenn er wieder dem Alkohol verfallen ist, kommt er kaum aus dem Bett und der Kühlschrank bleibt leer. Dann müssen die Mädchen alles selbst in die Hand nehmen. Kurz vor Weihnachten erhält der Vater sogar einen Job als Christbaumverkäufer. Doch dann holt ihn seine Alkoholkrankheit wieder ein und Ronja und Melissa übernehmen heimlich seine Arbeit im Weihnachtsgeschäft, um ihre Familie zu versorgen. Glücklicherweise erhält Ronja viel Unterstützung durch ihre große Schwester, ihren Klassenkameraden Musse und durch einen älteren, sehr hilfsbereiten Nachbarn. Doch bald wird den beiden Geschwistern klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Mit Ronja, verkörpert von der sehr ausdrucksstarken und natürlich spielenden Luiza Idrizi, gelingt es diesem besonderen Weihnachtsfilm das schwierige Thema Alkoholabhängigkeit eines Elternteils und dessen Auswirkungen auf die Familie realitätsnah und ohne Pathos zu zeigen. Das Leichte und Spielerische hat hier ebenso einen Platz im Film. Obwohl Ronja mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, bleibt sie optimistisch. Sie findet Halt bei ihren Bezugspersonen und ist in der Lage sich selbst zu motivieren, auch wenn die Verzweiflung sie zu überkommen droht. Emotionale Stärke holen sich die Schwestern in ihren Tagträumen, die der Film in märchenhaften Bildern übermittelt. Ronjas Sicht auf die Geschehnisse wird immer wieder durch Großaufnahmen ihres Gesichtes verdeutlicht. Die sensibel gesetzte Musikuntermalung unterstreicht die jeweilige Stimmung der Darsteller*innen. So überwiegt, trotz aller Probleme, die positive Grundstimmung des Films.
Der warmherzige Film macht betroffen. Gleichzeitig stärkt er die zuschauenden Kinder, denn Hauptfigur Ronja, aus deren Blickwinkel die Geschichte erzählt wird, bietet ein starkes Identifikationspotential. Im Unterrichtsgespräch kann u. a. besprochen werden, wie es Ronja gelingt, in ihrer schwierigen Situation nicht den Mut zu verlieren? Auf welche Weise holt sie sich Hilfe? Wie ist das Verhältnis zwischen Ronja und Melissa und zu ihrem Vater? Welche Rolle spielen der nette Nachbar und ihr Freund Musse für Ronja? Ebenso können die Schüler*innen beschreiben, wie die Tagträume der beiden Mädchen hinsichtlich Kameraführung, Lichtsetzung und der Geräusche gestaltet sind und warum diese an bestimmtem Stellen des Films immer wieder auftauchen. Da der Film ein offenes Ende hat, kann auch darüber diskutiert werden, wie es mit der Familie wohl weitergeht.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Sabine Kögel-Popp, 02.11.2026, letzte Aktualisierung: 05.11.2026

Regie

Ida Sagmo Tredte

Buch

Ida Sagmo Tredte, Ingvild H. Rishøi nach dem gleichnamigen Roman von Ingvild H. Rishøi

Darsteller*innen

Luiza Idrizi, Anna D. Sverrisdóttir, Bartek Kaminski u. a.

Länge

91 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digital, Farbe

FSK

liegt noch nicht vor

Verleih

Landfilm / barnsteiner Film

Festivals

Internationales Filmfestival Schlingel 2026: FIPRESCI-Preis

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