Neve paramisija | Neue Erzählungen Filmbildung zur Geschichte und Gegenwart von Sinti* und Roma*
Wir brauchen neve paramisija – neue Erzählungen!
Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti* und Roma* ist kaum in der gesellschaftlichen Erinnerung und Verantwortung verankert. Seine Erinnerung und Aufarbeitung mussten damals in der Bürgerrechtsbewegung selbst erkämpft werden. Bis heute werden Sinti* und Roma* im Film wie in unserer Gesellschaft systematisch „vergessen“ oder mit rassistischen Stereotypen dargestellt. Wie auch bei anderen Diskriminierungsformen ist ein Anstieg antiziganistischer Vorfälle zu beobachten.
Das Projekt rückt Filme mit den Perspektiven von Sinti* und Roma* in den Mittelpunkt. Damit vermitteln wir Wissen über den NS-Völkermord an den Sinti* und Roma* und über Antiziganismus in der Gegenwart, stärken demokratische Werte für Vielfalt und Diskriminierungskritik und regen die Auseinandersetzung mit Film als Kunstform an. Wir bieten Filmveranstaltungen für junge und erwachsene Zielgruppen an, entwickeln Bildungsmaterialien, bilden Multiplikator*innen in der Filmbildung weiter und produzieren selbst Kurzfilme.
Das Projekt ist eine Kooperation des Critical Film & Image Hubs an der Forschungsstelle Antiziganismus (Universität Heidelberg) mit Romanity e.V. und Vision Kino – Netzwerk für Film und Medienkompetenz. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) gefördert und im Rahmen des Förderprogramms Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) umgesetzt.
