Filmplakat aus meiner Haut

Aus meiner Haut

Deutschland 2022

Das junge Paar Leyla und Tristan nimmt auf einer abgelegenen Insel an einem mysteriösen Ritual teil, das es erlaubt, die Körper mit anderen zu tauschen. Während Tristan von der Erfahrung emotional überfordert ist, genießt Leyla die neue Unbefangenheit im fremden Körper. Alex Schaads Debütfilm hinterfragt durch dieses Spiel mit den Identitäten die Beziehung zwischen Körper und Geist, Sexualität und Liebe und die individuelle Suche nach dem Glück.

Genre

Drama, Liebesdrama, Science Fiction

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Philosophie, Religion, Ethik, Psychologie, Deutsch, fächerübergreifend: Erziehung zur sexuellen Selbstbestimmung

Themen

Identität, Liebe, Sexualität, LGBTQIA*, psychische Gesundheit, Körper und Geist, Glück, Empathie

Kinostart

02.02.2023

Inhalt


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Das junge Paar Leyla und Tristan reist auf eine abgelegene Insel, um Leylas alte Jugendfreundin Stella zu treffen. Schon bei Ankunft gibt die kleine Gemeinschaft Rätsel auf. Tristan ist verwundert, denn Stella ist ein alter Mann. Und auf welches mysteriöse Ritual fiebern die zahlreichen anderen Paare auf der Insel hin? Per Los werden Leyla und Tristan ausgewählt und tauschen mit dem Ehepaar Fabienne und Mo die Körper. Während die beiden durch diese Erfahrung ihre Beziehung neu beleben wollen, ist Tristan emotional überfordert und will den Versuch abbrechen. Leyla hingegen fühlt sich befreit und erlöst. Die tiefe Traurigkeit, die ihren Alltag im eigenen Körper begleitet, ist endlich verschwunden. Als sie sich weigert in ihr altes Ich zurück zu wechseln, werden die Beziehungen untereinander zunehmend verwirrt und die Situation droht zu eskalieren.

Umsetzung


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Der Körpertausch als filmisches Motiv findet sich hauptsächlich im Science-Fiction-Film oder den sogenannten Body-Switch Komödien. Hier ist die Geschichte als Liebesfilm und Beziehungsdrama inszeniert und der Tausch wird durch ein schamanisches Ritual im Wasser vollzogen, das nie vollständig aufgeklärt wird. Schwarze Texttafeln, die den Film kapitelhaft unterteilen, geben dem Publikum Aufschluss, in welchem Körper Leyla, Tristan und die anderen gerade stecken – viele der Figuren werden im Verlauf von mehreren Schauspieler*innen dargestellt. So erleben die Charaktere unterschiedliche Variationen von sich selbst und in ihren Beziehungen untereinander. Das reduzierte Setting, die matten Farben und die sonore Musik verleihen der abgeschiedenen Inselkommune dabei eine fast zeitlose, magisch angehauchte Atmosphäre.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Alex Schaads Debütfilm stellt in einem vielschichtigen Gedankenexperiment die Frage nach dem Zusammenspiel von Körper und Geist und der eigenen Identität. Denn was wäre, wenn wir das Leben wahrhaft aus den Augen einer anderen Person betrachten könnten? Wenn wir erleben könnten, wie sich Emotionen und Sinneseindrücke in einem anderen Körper anfühlen? Diese philosophischen Überlegungen bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Diskussionen über das individuelle Selbstverständnis, über Liebe und Begehren und ein Streben nach Glück. Leylas Frage: „Sag mal, kann es sein, dass ein Körper von sich aus glücklicher ist oder unglücklicher?" ist nicht einfach zu beantworten, aber die Reflexion darüber stärkt den empathischen Umgang miteinander. Daneben erlaubt eine weiterführende Auseinandersetzung auch aktuelle gesellschaftliche Diskurse um Genderindentität, Körperdysmorphie und psychische Gesundheit aufzunehmen. Nicht zuletzt bietet sich eine Auseinandersetzung mit dem filmischen Motiv des Körpertauschs an, um die Inszenierung und (filmische) Plausibilität des Körpertauschs – auch im Vergleich mit von den Jugendlichen bereits gesehen Filmen oder Serien – zu reflektieren.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Lili Hartwig, 30.01.2023, letzte Aktualisierung: 01.02.2023

Regie

Alex Schaad

Buch

Alex Schaad, Dimitrij Schaad

Darsteller*innen

Mala Emde, Jonas Dassler, Maryam Zaree, Dimitrij Schaad, Edgar Selge, Adam Bousdoukos, Thomas Wodianka u. a.

Länge

104 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

X-Verleih

Festivals

Internationale Filmfestspiele Venedig 2022: Queer Lion; Filmfest Hamburg 2022: Hamburger Produzentenpreis

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