Filmplakat ComeOn ComeOn

Come On, Come On

USA 2021

Während einer Interviewreise hilft der Radiomoderator Johnny seiner Schwester Viv und passt kurzfristig auf seinen Neffen Jesse auf, der seinem Onkel in der Folge bohrende Fragen stellt. Als Viv länger wegbleiben muss, setzen Johnny und der Neunjährige die Reportagetour gemeinsam fort. In stimmungsvoll-poetischen schwarz-weiß Bildern verhandelt Mike Mills mit viel Gespür für kleine, berührende Wahrheiten unter anderem das Verhältnis zwischen Jung und Alt.

Originaltitel

C'mon, C'mon

Genre

Drama, Roadmovie

Klassenstufe

10. bis 0. Klasse

Altersempfehlung

15 bis 0 Jahre

Unterrichtsfächer

Englisch, Sozialkunde, Philosophie, Pädagogik, Medienkunde, Psychologie

Themen

Familie, Jugend, Kindheit, Generationen, Erwachsenwerden, Kommunikation, Identität, Zukunft, Träume, Hoffnung, Begegnung, USA

Kinostart

24.03.2022

Inhalt


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Während der Radiomoderator Johnny in Detroit weilt, um für eine Reportage Kinder und Jugendliche über ihre Vorstellungen von der Zukunft zu interviewen, telefoniert er mit seiner Schwester Viv. Seit dem Tod ihrer demenzkranken Mutter haben sie nicht mehr richtig miteinander gesprochen. Doch nun bietet er ihr an, sie in einer schwierigen Lage zu unterstützen. Da sie Los Angeles kurzfristig verlassen muss, um ihrem psychisch kranken Ehemann beizustehen, fliegt Johnny in die Westküstenmetropole und kümmert sich um seinen neunjährigen Neffen Jesse. Eine Aufgabe, die sich als knifflig erweist. Nicht nur hat der Junge seinen eigenen Kopf. Ständig konfrontiert er seinen Onkel zudem mit bohrenden Fragen. Etwa über das Ende von Johnnys langjähriger Beziehung, der er noch immer hinterhertrauert. Nach einer kleinen Aufwärmphase finden die beiden zueinander und setzen schließlich gemeinsam die Interviewreise durch die Staaten fort.

Umsetzung


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Die Pflege und der Tod eines nahestehenden Menschen, die Herausforderungen einer psychischen Erkrankung und das Verhältnis zwischen Jung und Alt: In COME ON, COME ON schneidet Regisseur und Drehbuchautor Mike Mills mehrere ebenso komplexe wie interessante Themen an. Überfrachtet wirkt der Film aber nie. Ein Grund dafür ist die Entscheidung, sich von klassischen Erzählregeln freizumachen. Statt die Handlung voranzutreiben, nimmt sich Mills immer wieder Zeit für alltägliche, vermeintlich unbedeutende Ereignisse. COME ON, COME ON ist ein Film der kleinen, berührenden Momente und behutsam vorgetragenen Wahrheiten. Nicht nur in den Gesprächen zwischen Johnny und Jesse, auch in den regelmäßig eingestreuten Interviewpassagen, die viel über die Sorgen, Ängste und Träume junger Menschen in den USA verraten. Getragen wird das nachdenklich stimmende Roadmovie nicht zuletzt vom unverkrampften Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller und poetisch-melancholischen schwarz-weiß Bildern.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Die in COME ON, COME ON beschriebene Annäherung bietet sich als Startpunkt für eine Diskussion über den Umgang zwischen Jung und Alt an: Warum versuchen Erwachsene oft, Kinder vor schmerzhaften Wahrheiten zu bewahren? Ist jungen Menschen vielleicht mehr zumutbar, als man gemeinhin denkt? Und können nicht gerade Erwachsene manchmal von kindlicher Klarsicht und Unvoreingenommenheit lernen? Spannende Anregungen liefern auch die wiederholt auftauchenden Interviewpassagen. Decken sich die hier angesprochenen Wünsche, Hoffnungen und Ängste mit den Einstellungen und Gefühlen der Schüler*innen? Welche Unterschiede gibt es? Spannend sind außerdem die Fragen, wie die visuelle Gestaltung die Stimmung unterfüttert und wie sie dazu beiträgt, den Blick für Kleinigkeiten zu schärfen. In den klaren, konzentrierten schwarz-weiß Aufnahmen werden nämlich Dinge sichtbar, die in farbigen, mehr Reize ausstrahlenden Bildern leicht untergehen können.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Christopher Diekhaus, 28.02.2022, letzte Aktualisierung: 07.03.2022

Regie

Mike Mills

Buch

Mike Mills

Darsteller/innen

Joaquin Phoenix, Woody Norman, Gaby Hoffman, Scoot McNairy, Molly Webster, Jaboukie Young-White, Deborah Strang, Sunni Patterson u. a.

Länge

114 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung, auch mit deutschen Untertiteln

Format

digital, schwarz-weiß

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

DCM Filmdistribution

Festivals

(Auswahl) Telluride Film Festival 2021; New York Film Festival 2021; Chicago International Film Festival 2021; Rome Film Fest 2021

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