Inhalt
Mira ist ein unglaublich kreatives 12-jähriges Mädchen, das am liebsten mit ihren Freund*innen Naja und Louis Zeit verbringt. Gemeinsam basteln sie fantasievolle Skulpturen und Maschinen und genießen ihr verspieltes Leben. Doch als Beate neu an ihre Schule kommt, verändert sich Miras Freundschaft mit Naja. Beate verbringt ihre Zeit anders als die drei Freundinnen, ist auf Instagram sehr beliebt und dreht Make-up- und Lifestyle-Videos. Beate wird schnell zu Najas enger Freundin. Gemeinsam gründen sie mit anderen Schülerinnen einen „Love Club“ – Mira wird ausgeschlossen, weil sie noch nie verliebt war und als kindisch gilt. Verunsichert und entfremdet von ihrer besten Freundin beschließt Mira, sich in jemanden zu verlieben, um dem Club beizutreten und Naja zurückzugewinnen. Ihr Experiment verläuft anders als erwartet, führt aber zu wichtigen Erkenntnissen über Ehrlichkeit, Vergebung, Selbstakzeptanz und die Bedeutung wahrer Freundschaft.
Umsetzung
Da Mira Tagebuch schreibt, integriert der Film Zeichnungen, Kritzeleien und Wörter, die wie ihre eigenen Notizen wirken. Diese Animationen machen Miras Gefühlswelt und individuelle Wahrnehmung sichtbar. Wenn etwas sie enttäuscht, beschämt oder verunsichert, zieht sich etwa eine schwarze, kritzelige Linie über ihr Herz und manchmal bis zu ihrem Kopf. Ähnlich werden Chats und Social Media gestaltet: Als Naja begeistert auf Miras Nachricht über ihre Beziehung mit Louis reagiert, steigen handgezeichnete Herzen aus dem Display – Ausdruck von Miras Freude, Sehnsucht nach Nähe und Bestätigung. Auch die Belastungen sozialer Medien werden thematisiert. Licht und Musik verändern sich mit Miras Gefühlen und spiegeln die Intensität wider, mit der Kinder Erlebnisse und Emotionen zum ersten Mal erfahren. Trotz schwieriger Momente bleibt die Geschichte warm und hoffnungsvoll. Mutter und Großmutter geben Mira Sicherheit und Geborgenheit. Konflikte werden nicht in Gut und Böse geteilt; jede Figur behält ihre menschlichen und positiven Seiten.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
MIRA eignet sich gut, um über gesellschaftliche Erwartungen zu sprechen, die an Heranwachsende gestellt werden. Er bietet die Gelegenheit, Fragen zu Reife und Kindlichkeit zu stellen: Was verstehen wir unter diesen Begriffen? Sobald Mira ihre Verspieltheit verbirgt und Louis auffordert, sich ebenfalls erwachsener zu verhalten, wirken beide sehr ernst und niedergeschlagen. Sollten Erwachsene nicht ihr „inneres Kind“ bewahren? Auch Prioritäten im Leben werden thematisiert, ebenso wie der Druck, die Liebe in den Mittelpunkt zu stellen. Was wünschen sich die Schüler*innen als Mittelpunkt ihres Lebens? Sie können Mindmaps zu ihren Interessen und Prioritäten erstellen. Auf filmsprachlicher Ebene können die Schüler*innen untersuchen, wie Animation, Licht und Musik dazu beitragen, ob und wie sie Miras Emotionen wahrnehmen. Verändert sich die Wirkung? Anschließend können sie eine eigene Bildsprache dafür entwickeln, wie sie ihre Gefühle in einem Film über ihr eigenes Leben darstellen würden.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Rye Cavanaugh, 24.09.2026,
letzte Aktualisierung:
06.10.2026
Regie
Marie Limkilde
Buch
Ida Åkerstrøm Knudsen nach den Büchern von Sabine Lemire
Darsteller*innen
Ellen Edith Pultz-Hansen, Filippa Marcella Olesen Olsson, Hugo Arthy,
Solvej Marie Schunk Jensen, Signe Egholm Olsen, Jytte Kvinesdal u. a.
Länge
86 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung
Format
digital, Farbe
FSK
ab 6 Jahre
Verleih
Der Filmverleih
Festivals
(Auswahl 2025) Tallinn Black Nights Film Festival; Giffoni Film Festival: ECFA Award; Zlín International Film Festival: Karel-Zemen-Preis; BUFF International Film Festival