© farbfilm verleih 2026

Das Geheimnis der gestohlenen Maske

Deutschland 2026

Endlich lernt Johanna aus Leipzig ihren Großvater Kito kennen, der aus Tansania zu Besuch kommt! Bald ist nichts mehr wie zuvor. Im Museum entdeckt Kito eine Maske und ist sich sicher, dass sie aus seinem Dorf geraubt wurde. Kurz darauf wird die Maske gestohlen und Kito gerät unter Verdacht. Für Johanna ist klar: Ihr Großvater ist unschuldig. Mit ihren Freund*innen Sweta und Anton macht sie sich auf abenteuerliche Spurensuche. Wird es ihnen gelingen, den wahren Dieb zu entlarven?

Genre

Kinder- und Jugendfilm , Abenteuerfilm , Kinderkrimi

Klassenstufe

3. bis 8. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik/Lebenskunde, Religion, Geschichte, Politik, Erdkunde, Kunst

Themen

koloniales Raubgut, koloniale Geschichte Deutschlands, Rassismus, Migration, Identität, Freundschaft, Familie, Krimi, Kreativität

Kinostart

29.10.2026

Die 11jährige Johanna aus Leipzig ist neugierig und aufgeweckt. Als überraschend ihr Großvater Kito aus Tansania zum ersten Mal zu Besuch kommt, ist nichts mehr wie zuvor. Sie freut sich sehr, ihn endlich kennenzulernen und durch ihn mehr über ihre tansanaischen Wurzeln zu erfahren. Gemeinsam besuchen die beiden das ethnologische Museum, wo Kito eine alte Maske entdeckt. Er ist felsenfest davon überzeugt, dass sie während der Kolonialzeit aus seinem Dorf geraubt wurde – ein fehlendes Stück an der Maske ist für ihn der Beweis. Nur wenig später wird genau diese Maske der Makonde aus dem Museum gestohlen. Die Polizei verdächtigt Kito – zu Unrecht? Johanna will beweisen, dass ihr Großvater unschuldig ist. Sie begibt sich mit ihren Freund*innen – der mutigen Sweta und dem cleveren Anton – auf eine spannende Spurensuche, wobei die drei detektivische Superkräfte entwickeln und Unglaubliches aufdecken. Sie bringen die Maske sicher wieder zurück, alles findet seinen richtigen Platz – und Johanna entdeckt dabei auch ein bisher unbekanntes Stück von sich selbst.
Der Regisseurin ist es gelungen, komplexe Themen wie koloniales Raubgut und die Bedeutung der eigenen Herkunft bzw. Familiengeschichte – eingebettet in eine Detektivgeschichte – spannend zu erzählen. Aus der Perspektive der 11-jährigen Johanna und ihrer Freund*innen zeigt der Film, wie wichtig Familie, Freundschaft und Zughörigkeit sind. Handys, Walkie-Talkies und selbstgebaute Drohnen – die moderne Welt der Technik trifft in Leipzig auf historische Masken und Kunstgegenstände aus kolonialisierten Ländern und Kulturen des globalen Südens. Handy-Nachrichten ploppen hier und da als Animationen im Bild auf und erzeugen eine unmittelbare Nähe zum Geschehen. Einiges ist zwar vorhersehbar und führt gelegentlich zu kleineren Längen, diese werden jedoch durch Slapstickelemente – etwa das tollpatschige Polizist*innen-Duo oder Gastauftritte von „Checker Julian“ und „Checker Marina“ – gut aufgefangen. Die Musik mit ihren empowernden Texten fügt dem Film eine weitere Ebene hinzu und wirkt zugleich als tragendes wie belebendes Element.
Wie kommt eine historische Maske aus Tansania in ein Museum nach Leipzig? Die Frage ist ein guter Ausgangspunkt, um sich mit Kolonialismus, dessen Strukturen und den Spuren in der Gegenwart auseinanderzusetzen – bis zu ihren heutigen Folgen hinsichtlich Rassismus, Herkunft und Zugehörigkeit. Ursprung und Bedeutung von (ost-)afrikanischen Masken lassen sich erforschen und eigene Masken können angefertigt werden. Die Musik ist ein wichtiges Element in dem Film. Die Schüler*innen können untersuchen, wie Bild und Musik zusammenarbeiten und herausfinden, wie es wäre, wenn man in manchen Szenen die Musik verändern oder weglassen würde. Auch die Frage nach der eigenen Identität regt zur Diskussion und Selbstreflexion über die eigene Familiengeschichte an. Johanna und ihre Freund*innen lösen den Fall gemeinsam, was sie stärker verbindet – dazu kann ein Plakat über Zusammenhalt und Werte in Freundschaften und Familie erstellt werden.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Jasmine Ghandtchi , 29.07.2026 , letzte Aktualisierung: 10.08.2026

Regie

Nancy Mac Granaky-Quaye

Buch

Anna Maria Praßler, Eva Lezzi

Darsteller*innen

Muiné Keune, Morris Mayer, Greta Kasalo, Malick Bauer, Peri Baumeister, Komi Mizrajim Togbonou u. a.

Länge

100 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

farbfilm verleih

Festivals

2026: Internationales Kinderfilmfestival Montreal; Filmfest München, Sektion Cinekindl

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