Inhalt
Der herzensgute Videospiel-Bösewicht Ralph aus dem Computerspiel „Fix-It Felix Jr.“ und die muntere Rennfahrer-Prinzessin Vanellope von Schweetz aus dem Kart-Rennspiel „Sugar Rush“ sind beste Freunde geworden. Während Ralph den Alltag in der heimischen Spielhalle genießt, sehnt sich Vanellope nach mehr Abwechslung im eintönigen Ablauf der Rennen aus „Sugar Rush“. Als das Lenkrad des Spielautomaten zerbricht, will der Hallenbetreiber das überalterte Spiel entsorgen. Also speisen sich Ralph und Vanellope in das ihnen völlig fremde Internet ein, um auf eBay ein Ersatzlenkrad zu beschaffen. Nach einem absurden Bieterwettstreit zwischen Ralph und Vanellope liegt der Preis für das Objekt bei stolzen 27.001 Dollar. Das Geld wollen die Freunde mit dem Online-Rennspiel „Slaughter Race“ und dem Videoportal BuzzTube beschaffen.
Umsetzung
Wie „Ralph reichts“ (Rich Moore, USA 2012) ist die Fortsetzung von etlichen Verweisen auf die Populärkultur durchzogen. Nach den Videospielzitaten aus dem Vorgänger steht diesmal das Internet im Fokus. Die hochwertig animierten Wimmelbilder stecken voller Details. Zwischen den Logos von Amazon, Twitter und Co. wuseln unzählige Avatare durch die Bilder. Neben ironischen Anspielungen auf nervige Pop-Up-News oder die Autovervollständigung von Suchmaschinen werden auch unangenehme Internetphänomene wie Hasskommentare und das Darknet thematisiert. Die vielen Zitate – darunter ein urkomischer Gastauftritt sämtlicher Disney-Prinzessinnen – und rasante Szenen wie ein Autorennen sorgen für einen hohen Unterhaltungsfaktor, bis das Abenteuer in einen emotionalen Schlussakkord mündet.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Zunächst können in einem Gruppengespräch einige der Referenzen aufgeschlüsselt werden, die „Chaos im Netz“ zuhauf bietet. Die im Film zentralen Videospiele „Sugar Rush“ und „Slaughter Race“ haben mit dem Fun-Racer „Mario Kart“ (Nintendo) und der Actionspielreihe „Grand Theft Auto“ (Rockstar Games) ebenso klare Vorbilder wie das Finale, das den Klassiker „King Kong und die weiße Frau“ (Cooper/Schoedsack, USA 1933) zitiert. Eine Besprechung der Zitate kann die Schüler*innen für das kreative Aufgreifen ikonischer Bilder in verschiedenen Kontexten sensibilisieren. Zudem regt die Filmprämisse dazu an, über den alltäglichen Umgang mit dem Internet zu diskutieren. Welche Möglichkeiten eröffnet die digitale Vernetzung, wo liegen Gefahren? Inhaltlich kann die Beziehung zwischen Ralph und Vanellope untersucht werden. Weil beide unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen haben, droht die bislang unbeschwerte Freundschaft zu zerbrechen.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Christian Horn
,
18.12.2018
,
letzte Aktualisierung:
10.01.2019
Regie
Phil Johnston, Rich Moore
Buch
Phil Johnston, Pamela Ribon
Darsteller*innen
deutsche Sprecher*innen: Ralph Rute, Lina Larissa Stahl, Dennis Werth, Anna Fischer u. a.
Länge
112 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung, englische Originalfassung; barrierefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar
Format
digital, Farbe
FSK
liegt noch nicht vor
Verleih
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany