Filmplakat Close to home

Close to Home

Israel 2005

Die coole 18-jährige Smadar und die etwa gleichaltrige, sensible Mirit leisten ihren Militärdienst ab und müssen erleben, was es heißt, ihre Lebenslust zu zügeln. Während des Militärdienstes besteht ihr Leben vorwiegend aus Entsagungen und Demütigungen durch ranghöhere Dienstvorgesetzte sowie durch Männer und Frauen, die sich ihren Kontrollen widersetzen. Der Alltag der Frauen im Militär und ihre emotionalen Konflikte werden dem Zuschauer nahe gebracht, ohne dass der Film dabei eine politisch einseitige Position bezieht.

Originaltitel

Karov la Bayit

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Religion, Politik, Geschichte

Themen

Frauen, Freundschaft, Gender/Geschlechterrollen, Israel, Macht, Militär, Palästina

Kinostart

08.03.2007

Frauen in Uniform prägen das alltägliche Bild in Israel, denn der dreijährige Militärdienst ist hier obligatorisch für Frauen wie für Männer. So kommt es, dass sehr junge Frauen in Uniformen auf den Straßen Jerusalems patrouillieren, Busse begleiten und Ausweiskontrollen sowie Leibesvisiten bei Palästinensern durchführen. Auch die coole 18-jährige Smadar und die etwa gleichaltrige, sensible Mirit leisten ihren Dienst ab und müssen erleben, was es heißt, ihre Lebenslust zu zügeln. Während des Militärdienstes besteht ihr Leben vorwiegend aus Entsagungen und Demütigungen durch ranghöhere Dienstvorgesetzte sowie durch Männer und Frauen, die sich ihren Kontrollen widersetzen. Jede Verletzung der Pflichterfüllung wird mit Militärgefängnis geahndet. Der Alltag der Frauen im Militär und ihre emotionalen Konflikte werden dem Zuschauer nahe gebracht, ohne dass der Film dabei eine politisch einseitige Position bezieht.
Der Zuschauer nimmt unmittelbar am Geschehen teil und genauso unmittelbar stellt er sich die Erfahrungen vor, die die Figuren des Films machen. In jeder Sekunde ist die Spannung zwischen Israelis und Palästinensern zu spüren – dies vermittelt der Film durch Blickkonstellationen und durch teilweise eskalierende Dialoge. Eindrücklich bringt uns der Film die Situation der Frauen im Militär nahe, indem er zwei grundverschiedene Frauenfiguren ins Zentrum seiner Erzählung stellt und ihre privaten Probleme sowie ihre Konflikte miteinander inszeniert, ohne sie dramatisch zuzuspitzen.
Besonderes Augenmerk sollte im Unterricht auf das Verhältnis der Figuren zueinander sowie die Form der Machtausübung von Frauen beim Militär gelegt werden. Ferner lässt sich das Bild der Stadt Jerusalem in diesem Film untersuchen. Auch die ungewöhnliche Dramaturgie des Films, die es schwer macht, ihn einem Genre zuzuordnen, sollte im Unterricht behandelt werden. So etabliert der Film beispielsweise Schauplatz und Figuren eher beiläufig und auch das Ende bleibt der Form nach sehr offen.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Stefanie Schlüter , 01.02.2007 , letzte Aktualisierung: 15.05.2020

Regie

Dalia Hager, Vidi Bilu

Buch

Dalia Hager, Vidi Bilu

Darsteller*innen

Smadar Sayar, Naama Schendar, Irit Suki, Katja Zimbris, Ami Weinberg, Sharon Reginiano, Sandra Schonwald

Länge

90 Min

Sprachfassung

Originalfassung (Hebräisch) mit deutschen Untertiteln

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

mîtosfilm

Festivals

56. Internationale Filmfestspiele Berlin (Forum 2006): Preis der C.I.C.A.E; Jerusalem IFF (2005): Preis für das beste Drehbuch

Impressum
Sitemap
Datenschutz