Inhalt
DAS GEWICHT DER WELT begleitet drei Naturwissenschaftler*innen, deren Forschung zunehmend von den realen Auswirkungen der Klimakrise eingeholt wird. Die Glaziologin Maria untersucht jahrtausendealtes Eis, der Chemiker Sebastian arbeitet an Materialien und die Molekularbiologin Nana erforscht zelluläre Prozesse – doch ihre wissenschaftliche Arbeit gerät in ein Spannungsfeld zwischen Erkenntnis und Handlungsdruck. Die Daten, mit denen sie arbeiten, beschreiben nicht abstrakte Modelle, sondern konkrete Zukunftsszenarien für die Welt, in der sie selbst leben. Der Film zeigt, wie die drei ihre Rolle neu definieren: Sie verlassen das Labor, treten öffentlich auf und engagieren sich politisch und gesellschaftlich. Dabei stellt der Film die Frage, welche Verantwortung Wissenschaft in Zeiten globaler Krisen trägt und wie sich Wissen in Handeln übersetzen lässt.
Umsetzung
Die filmische Gestaltung verbindet Beobachtungen aus dem Arbeitsalltag der Protagonist*innen mit Situationen außerhalb wissenschaftlicher Kontexte, etwa bei öffentlichen Auftritten oder politischen Aktionen. Die Kamera arbeitet überwiegend beobachtend und begleitet die Protagonist*innen in Laboren, Hörsälen und im öffentlichen Raum. Dabei ist die Kamera sowohl statisch als auch bewegt, um Gespräche, Vorträge und Interaktionen zu erfassen. Die Montage verknüpft wissenschaftliche Arbeitsprozesse mit persönlichen Reflexionsmomenten und gesellschaftlichen Situationen. Der Film lässt die Protagonist*innen aus ihrer eigenen beruflichen und ethischen Perspektive in Dialogen, Vorträgen und Interviews zu Wort kommen; ein erklärender Off-Kommentar tritt in den Hintergrund. Musik wird nur punktuell eingesetzt. Die filmische Struktur orientiert sich an den individuellen Entwicklungen der drei Figuren und stellt deren Sichtweisen nebeneinander.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der Film bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit Klimawandel, Wissenschaft und gesellschaftlicher Verantwortung. Schüler*innen können untersuchen, welche Rolle wissenschaftliche Erkenntnisse in politischen Entscheidungsprozessen spielen und warum Wissen allein oft nicht zu Handeln führt. Daran anschließen können Fragen nach der Verantwortung von Wissenschaftler*innen sowie nach Formen von Engagement und Aktivismus. Darüber hinaus eröffnet der Film eine Reflexion über das Verhältnis von individuellem Handeln und globalen Problemen. Filmästhetisch bietet der Film Ansatzpunkte für die Analyse dokumentarischer Strategien: Wie werden wissenschaftliche Inhalte filmisch vermittelt? Welche Funktion haben Gespräche, Vorträge und beobachtenden Szenen? Wie entsteht Nähe zu den Protagonist*innen? Der Film verbindet gesellschaftspolitische Fragestellungen mit einer zugänglichen dokumentarischen Form und bietet Schüler*innen die Möglichkeit, die Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis, persönlicher Haltung und gesellschaftlichem Handeln konkret nachzuvollziehen.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Mohammed Scheikani
,
04.05.2026
,
letzte Aktualisierung:
20.05.2026
Regie
Florian Heinzen-Ziob
Buch
Florian Heinzen-Ziob
Darsteller*innen
Mitwirkende: Dr. Nana-Maria Grüning, Dr. Maria Hörhold, Prof. Dr. Sebastian Seiffert
Länge
98 Min
Sprachfassung
deutsche Originalfassung
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
mindjazz pictures
Festivals
Nominiert für den DOK.deutsch Wettbewerb