© Wilder Süden

Denn dieses Leben lebst nur du

Deutschland 2025

Vier Menschen am Bodensee erzählen von ihrem Leben als trans* und inter* Personen im ländlichen Raum. Zwischen Unterstützung und Ausgrenzung, Mut und Zweifel zeigen sie ihre persönlichen Wege der Transition – körperlich, emotional und sozial. Der Film verbindet Interviews mit Alltagsszenen und eröffnet einen ruhigen, eindringlichen Blick auf Identität, Selbstbestimmung und das Recht, das eigene Leben zu leben.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Ethik, Religion, Psychologie, Biologie, fächerübergreifend: Erziehung zur sexuellen Selbstbestimmung

Themen

Transgender, Transition, Identität, Selbstfindung, LGBTQIA+, Transidentität, Inter*, Intergeschlechtlichkeit, Diskriminierung, Gender/Geschlechterrollen, Queerfeindlichkeit, Religion, Coming Out, Mut, Ängste, Individuum (und Gesellschaft)

Kinostart

16.04.2026

Dokumentarfilmer Douglas Wolfsperger hat vier Menschen am Bodensee begleitet. Sie erzählen von sozialen, psychischen, hormonellen und operativen Veränderungen durch ihre Transitionen und von ihrem Leben als trans* und inter* Personen im ländlichen Raum. In einem konservativen Umfeld, in dem Diskriminierung und Berührungsängste mit gelebter Vielfalt überwiegen, spüren sie das beengende Gefühl ausgegrenzt zu werden und nicht auffallen zu dürfen. Gabriel, Elisabeth, Melina und Dunja verfolgen trotzdem mutig und konsequent ihr Ziel, ihr eigenes Leben zu leben: Schließlich geht es darum, mit dem eigenen Selbst glücklich zu sein, und nicht darum, wie andere eine*n sehen. Und außerdem gibt es Menschen, die sie mit echtem Interesse und aufrichtiger Unterstützung begleiten.
Der beobachtende Dokumentarfilm verbindet Interviews und Szenen aus dem aktuellen Lebens- bzw. Arbeitsalltag, Unterstützung und Diskriminierung aus dem Umfeld sowie Rückblicke in die Vergangenheit. Ein Fokus liegt auf den körperlichen Veränderungen und ihren Paarbeziehungen mit vielen nahbaren Einblicken. Die Protagonist*innen haben verschiedene Entscheidungen getroffen, ob und welche Operationen sie durchführen lassen, und beschreiben diese teils sehr konkret. Wo Bilder zu intensiv wären, sind auch diese Beschreibungen für das Publikum schon eine Herausforderung; Schmerzen und Leid werden nicht verschwiegen oder beschönigt. Der Film belehrt nicht, sondern schafft einen Diskussionsraum und erzählt unaufgeregt vom trans* und inter* Leben jenseits der Großstadt.
Für das Verständnis des Films ist es wichtig, sich zunächst (ggf. auch schon vorab) mit der bestehenden Geschlechtervielfalt zu beschäftigen: Was beinhalten die Bezeichnungen Transgeschlechtlichkeit, Intergeschlechtlichkeit, Queer, LGBTQIA+ und Cisgeschlechtligkeit? Die offenen Gespräche über Geschlechtsidentität und Sexualität im Film laden dazu ein, die zentrale Frage des Films auch im Unterricht zu behandeln: Was bedeutet es, wenn Menschen nicht mit ihrem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht leben können und wollen? Eine Reihe von Fragen schließt sich an: Wie beschreiben die Protagonist*innen ihre Entwicklung? Welche Formen der Diskriminierung und Vorurteile erleben sie und wie sind diese zu bewerten? Thematisiert werden kann auch, wie ihre Lebensrealität im Film über die Gesprächs- bzw. Interviewsituationen hinaus dargestellt wird: Wie funktioniert das Zusammenspiel von Selbstaussagen und filmischen Bildern ihres Alltags?
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Dr. Olaf Selg , 30.03.2026 , letzte Aktualisierung: 01.04.2026

Regie

Douglas Wolfsperger

Buch

Douglas Wolfsperger

Darsteller*innen

Mitwirkende Gabriel Hofmann, Claudi Halder, Elisabeth Metzger, Melina Huber, Dunja Wiesner, Eugen Alber, Stefan Müller u. a.

Länge

83 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Wilder Süden

Festivals

nominiert für den Granit – Hofer Dokumentarfilmpreis

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