Inhalt
Der Dokumentarfilm schlägt einen großen zeitlichen Bogen über 55 Jahre. 1968 startet der Autorenfilmer und Filmdozent Edgar Reitz am Luisengymnasium in München einen ambitionierten Unterrichtsversuch: In vier Wochen vermittelt er auf Anregung der Deutschlehrerin Magdalena Böttcher einer 8. Klasse Grundlagen der Filmkunde und lässt die 13- bis 14-jährigen Schülerinnen mit Super 8-Kameras 26 kurze Filme drehen. Zudem dokumentiert Reitz das Experiment im Fernsehfilm "Filmstunde". Das Projekt gilt als erster dokumentierter Versuch, Film und Filmästhetik als eigenständiges Fach zu unterrichten. 2023 kommt es auf Vorschlag einer ehemaligen Schülerin zu einem Wiedersehen zwischen Filmlehrer und den Frauen. Bei gemeinsamen Sichtungen der Filme und alter Dokumente lassen sie die damaligen Erfahrungen Revue passieren und erörtern die Folgen des Projekts für ihre Haltung zu Film und Kino. Der heute 92-jährige Reitz zieht zudem eine bittere Bilanz seiner Bemühungen, Film als Schulfach zu etablieren.
Umsetzung
Der Film kombiniert Ausschnitte aus den schwarz-weißen Super-8-Filmen und dem ebenfalls schwarz-weißen Fernsehfilm von 1968 mit den farbigen Aufnahmen des Klassentreffens von 2023 und Statements einiger Frauen, die auf ihre Erlebnisse in der "Filmstunde" zurückschauen. Edgar Reitz, berühmt geworden durch die "Heimat"-Trilogie, erläutert das Bildgeschehen dabei teils aus dem Off und liefert Zusatzinformationen. So hat er den Mädchen Filmklassiker wie ZAZIE IN DER METRO (1960) von Louis Malle und M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (1931) von Fritz Lang gezeigt. Der Regisseur, der 1962 in Ulm das Institut für Filmgestaltung – die erste Filmschule der Bundesrepublik – mitbegründete und dort acht Jahre Regie und Kamera lehrte, erweist sich als einfühlsamer und geschickter Pädagoge, der den Schülerinnen Grundbegriffe des Mediums wie Einstellung oder Montage sowie die Faszination der selbstständigen Filmherstellung in Kleingruppen vermitteln kann. Reitz geht dabei von der These aus: "Jeder Mensch kann Filme machen."
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Der Film kombiniert Ausschnitte aus den schwarz-weißen Super-8-Filmen und dem ebenfalls schwarz-weißen Fernsehfilm von 1968 mit den farbigen Aufnahmen des Klassentreffens von 2023 und Statements einiger Frauen, die auf ihre Erlebnisse in der "Filmstunde" zurückschauen. Edgar Reitz, berühmt geworden durch die "Heimat"-Trilogie, erläutert das Bildgeschehen dabei teils aus dem Off und liefert Zusatzinformationen. So hat er den Mädchen Filmklassiker wie ZAZIE IN DER METRO (1960) von Louis Malle und M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (1931) von Fritz Lang gezeigt. Der Regisseur, der 1962 in Ulm das Institut für Filmgestaltung – die erste Filmschule der Bundesrepublik – mitbegründete und dort acht Jahre Regie und Kamera lehrte, erweist sich als einfühlsamer und geschickter Pädagoge, der den Schülerinnen Grundbegriffe des Mediums wie Einstellung oder Montage sowie die Faszination der selbstständigen Filmherstellung in Kleingruppen vermitteln kann. Reitz geht dabei von der These aus: "Jeder Mensch kann Filme machen."
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Reinhard Kleber
,
13.12.2024
,
letzte Aktualisierung:
30.01.2025
Regie
Edgar Reitz, Jörg Adolph
Buch
Edgar Reitz, Jörg Adolph
Darsteller*innen
Mitwirkende: Anette Liersch, Angelika Spitzenberger, Beate Hannig-Grethlein, Elisabeth Dreyssig, Elisabeth Glocker, u. a.
Länge
83 Min
Sprachfassung
deutsche Originalfassung
Format
digital, Farbe und Schwarz-Weiß
FSK
liegt noch nicht vor
Verleih
Real Fiction Filme
Festivals
(2024) Berlinale 2024: Special; Lichter Filmfest: Jurypreis der Evangelischen Filmarbeit u. a.