Filmplakat Das große Abenteuer des kleinen Vampir

Das große Abenteuer des kleinen Vampir

Frankreich 2021

Die Kinoadaption einer erfolgreichen französischen Comicbuchreihe erzählt von einem einsamen zehnjährigen Jungen, der in einen Vampir verwandelt wurde und sich danach sehnt, unter gleichaltrigen Menschen einen Freund zu finden. Der kurzweilige und kindgerechte Animationsfilm von Joann Sfar stärkt traditionelle Werte wie Freundschaft, Solidarität und Teamgeist wirbt ebenso charmant wie unaufdringlich für Toleranz und Respekt.

Originaltitel

Petit Vampir

Genre

Animationsfilm, Comicadaption

Klassenstufe

4. bis 7. Klasse

Altersempfehlung

9 bis 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Französisch, , Kunst, Lebenskunde/Ethik, Religion

Themen

Außenseiter, Freundschaft, Familie, Fantasie, Toleranz, Liebe, Abenteuer, Zusammenhalt, Konflikt/Konfliktbewältigung, Mut, Popkultur, Filmgeschichte, Werte

Kinostart

09.12.2021

Inhalt


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Bois Dormante ist schon seit 300 Jahren zehn Jahre alt und lebt als unsterblicher kleiner Vampir mit seiner Mutter Pandora und seinem Ziehvater, einem Piratenkapitän, in einem Spukhaus an der französischen Mittelmeerküste. Das Haus wird von einem magischen Schirm umgeben, der die Bewohner:innen vor dem rachsüchtigen Gibbus schützt, der die Familie seit Jahrhunderten verfolgt. Der kleine Vampir sieht zwar gerne mit seinen freundlichen Geister- und Monsterkumpels abends im Kinosaal alte Gruselfilme, möchte aber endlich in die Schule, um Gleichaltrige zu treffen. Trotz des strengen Ausgehverbots verlässt der kleine Vampir, begleitet von seiner treuen roten Bulldogge Phantomate, das Haus und lernt den menschlichen Waisenjungen Michel kennen. Als er ihm bei den Hausaufgaben hilft, freunden sie sich an. Doch die winzigen Spione des Gibbus haben den verbotenen Ausflug beobachtet und melden das ihrem Herrn.

Umsetzung


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1999 veröffentlichte der französische Comic-Künstler, Drehbuchautor und Regisseur Joann Sfar den ersten Band seiner inzwischen zehnbändigen Comic-Reihe über den kleinen Vampir. Nun hat er den Stoff erstmals für das Kino adaptiert und mit seiner Frau Sandrine Jardel das Drehbuch geschrieben. Nach der kurzen, recht spannenden, Exposition mit der Vorgeschichte liefert die geradlinige Erzählung eine gute Mischung aus Abenteuer und Humor, Action und kindertauglichem Grusel auf. Die handgezeichneten Figuren der computergestützten 2D-Animation sind mit flottem Strich liebevoll gestaltet. Vor allem einige ungeschickte Monster und die niedlichen Minispione des Gibbus sorgen für manche Lacher und dürften beim jungen Publikum Sympathiepunkte sammeln. Die schnelle Montage treibt den passagenweise etwas überdrehten Plot immer wieder an, der mal in farbenfrohen, mal in gruseligen Kulissen angesiedelt ist. Zu entdecken sind viele Zitate und Anspielungen, die von Filmklassikern wie "Titanic" und "Frankenstein" über begehbare Gemälde bis zur Sage vom Fliegenden Holländer reichen.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der kleine Vampir und der Waisenjunge Michel sind Außenseiter, können sich aber gegenseitig helfen. In einer Figurenanalyse sollte untersucht werden, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer sozialen Rolle liegen. Auch die freundlichen Monster bieten Ansatzpunkte für eine Diskussion zu der Frage, warum sie sich als nicht dazugehörig empfinden und welche Art Ausgrenzung sie repräsentieren. Die turbulente Vampirgeschichte legt nahe, die anhaltende Faszination des Vampirmythos zu ergründen und dazu die jeweiligen Umsetzungen in jugendaffinen Filmen wie "Hotel Transsilvanien", "Die Vampirschwestern" und "Alfie, der kleine Werwolf" vergleichend heranzuziehen. Dass der kleine Vampir die magische Schutzzone um das Haus nicht verlassen darf, erinnert an Quarantäne-Regeln der Coronavirus-Pandemie. Hier können die Schüler/innen die psychologischen Folgen seiner Kontaktsperre mit eigenen Erfahrungen vergleichen. Die prägnante Gestaltung der Figuren lädt dazu ein zu untersuchen, was diese so charakteristisch und einzigartig macht und eigene Untote zu kreieren.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Reinhard Kleber, 27.11.2021, letzte Aktualisierung: 07.01.2022

Regie

Joann Sfar

Buch

Joann Sfar, Sandrine Jardel nach der Comic-Reihe von Joann Sfar

Darsteller*innen

Sprecher*innen: Camille Cotin, Alex Lutz, Jean-Paul Rouve (in der Originalfassung)

Länge

81 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, französische Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

liegt noch nicht vor

Verleih

Studiocanal

Festivals

Wettbewerb des Internationalen Animationsfilmfestivals Annecy 2020; Nominierung für den César 2021 in der Kategorie bester langer Animationsfilm

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