Filmplakat zu "Die geliebten Schwestern"

Die geliebten Schwestern

Deutschland, Österreich 2013/2014

Die Schwestern Charlotte und Caroline von Lengenfeld teilen alles miteinander. Kein Mann soll je zwischen ihnen stehen. Kurz bevor die ältere Caroline die für ihre verarmte Adelsfamilie existentielle Vernunftehe mit einem wohlhabenden Mann eingeht, nimmt sie Charlotte diesen folgenreichen Schwur ab. Ein paar Jahre später, 1787, lernt die bei Goethes Geliebter Frau von Stein in Weimar angestellte Charlotte den jungen „Räuber“-Autoren Friedrich Schiller kennen. Als sie den Sommer bei Caroline in Rudolstadt verbringt, kommt Schiller zu Besuch. Er verliebt sich in beide Frauen und beide Frauen sich in ihn. Charlotte heiratet Schiller, doch die Schwestern planen sich den Mann zu teilen. Zu dritt versuchen sie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zwänge ihrer Zeit zu überwinden, aber widerstreitende Gefühle und die Realitäten des Lebens schlagen im Lauf der Jahre quer.

Originaltitel

Die geliebten Schwestern

Genre

Drama, Biopic

Klassenstufe

ab 10. Klasse

Altersempfehlung

ab 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Politik, Philosophie

Themen

(Deutsche) Geschichte, Liebe, Familie, Gender/Geschlechterrollen, Individuum (und Gesellschaft), Rebellion

Kinostart

31.07.2014

Inhalt


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Die Schwestern Charlotte und Caroline von Lengenfeld teilen alles miteinander. Kein Mann soll je zwischen ihnen stehen. Kurz bevor die ältere Caroline die für ihre verarmte Adelsfamilie existentielle Vernunftehe mit einem wohlhabenden Mann eingeht, nimmt sie Charlotte diesen folgenreichen Schwur ab. Ein paar Jahre später, 1787, lernt die bei Goethes Geliebter Frau von Stein in Weimar angestellte Charlotte den jungen „Räuber“-Autoren Friedrich Schiller kennen. Als sie den Sommer bei Caroline in Rudolstadt verbringt, kommt Schiller zu Besuch. Er verliebt sich in beide Frauen und beide Frauen sich in ihn. Charlotte heiratet Schiller, doch die Schwestern planen sich den Mann zu teilen. Zu dritt versuchen sie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zwänge ihrer Zeit zu überwinden, aber widerstreitende Gefühle und die Realitäten des Lebens schlagen im Lauf der Jahre quer.

Umsetzung


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Es gibt nur wenige Quellen, die eine Dreiecksbeziehung zwischen Schiller und den Lengenfeld-Schwestern andeuten. Der Regisseur Dominik erfindet deshalb um die realen historischen Figuren ein fiktionales Drama über eine Liebe, die mit den Konventionen bricht. Anfangs betonen lichtdurchflutete, idyllische Außenaufnahmen die Hoffnung auf Selbstbestimmung, die in der Folge durch Szenen in engen Innenräumen auch visuell relativiert wird. Ausstattung und Kostüme orientieren sich am klassischen Kostümfilm, wobei Grafs Inszenierung das Ausdruckstalent der Protagonisten/innen würdigt, indem er dem geschriebenen bzw. gesprochenen Wort große Bedeutung beimisst. Der rege Briefwechsel zwischen den Liebenden entfaltet als Off-Kommentar oder in Porträtaufnahmen durch den/die Verfasser/in vorgetragen eine besondere Eindrücklichkeit.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Anhand der leidenschaftlichen Liebesgeschichte, deren aufsässige junge Protagonisten/innen ein jugendliches Kinopublikum ansprechen dürften, entsteht das lebendige Bild einer Gesellschaft im Umbruch. Die im Film gestreiften Themen und Ideen des ausgehenden 18. Jahrhunderts bieten sich an, um die politischen, philosophischen und sozialen Fragestellungen dieser bedeutsamen Epoche im Unterricht zu vertiefen. Sturm und Drang, Aufklärung, Französische Revolution und die Modernisierung des Buchdrucks prägen das Leben und Wirken Schillers sowie der Lengenfeld-Schwestern. Abgesehen von einer Beschäftigung mit Person und Werk des berühmten Dichters, regt der Film dazu an, sich am Beispiel von Charlotte und Caroline mit Frauenfiguren auseinanderzusetzen, die im Schatten der Dichter und Denker dieser Zeit eigene Mittel finden mussten, sich auszudrücken und am gesellschaftlichen Wandel mitzuwirken.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Marguerite Seidel, 27.06.2014, letzte Aktualisierung: 05.05.2020

Regie

Dominik Graf

Buch

Dominik Graf

Darsteller/innen

Hannah Herzsprung, Florian Stettner, Henriette Confurius, Claudia Messner, Ronald Zehrfeld, Maja Maranow, Anne Schäfer, Andreas Pietschmann, Michael Wittenborn, u.a.

Länge

139 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, inklusive Fassungen verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

Senator Film

Festivals

Internationale Filmfestspiele Berlin 2014; Bayerischer Filmpreis 2013: Beste Bildgestaltung

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