Filmplakat Heinrich Vogeler

Heinrich Vogeler

Deutschland 2022

Der vor 150 Jahren geborene Heinrich Vogeler war ein künstlerisches Multitalent mit vielen Begabungen und zu seiner Zeit in bürgerlichen Kreisen sehr erfolgreich. Zunächst auf der Suche nach „dem Schönen“, wurde seine im Film nachgespielte Lebensgeschichte zunehmend zu einem Ringen um das Ideal eines „neuen Menschen“. Kunst und Sozialkritik gehen zunehmend ineinander über, was in Interviews mit Expert*innen verschiedener Fachrichtungen eingeordnet und kommentiert wird.

Genre

Biografie, Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Kunst, Deutsch, Geschichte, Politik, Ethik, Religion, Sozialkunde

Themen

Kunst und Gesellschaft, Malerei, Biografie, (deutsche) Geschichte, Sowjetunion, Träume, Sinnsuche, Liebe, Familie, Entfremdung, Heimat, Idealismus, Identität, Erster Weltkrieg, Krieg/Kriegsfolgen, Lebenskrise, Sozialismus, Kommunismus, Nationalsozialismus,

Kinostart

12.05.2022

SchulKinoWochen

Inhalt


mehr Info

Der vor 150 Jahren geborene Heinrich Vogeler war ein künstlerisches Multitalent mit vielen Begabungen und zu seiner Zeit in bürgerlichen Kreisen sehr erfolgreich. War er zunächst auf der Suche nach „dem Schönen“ und gestaltete für sich und seine Familie ein besonderes Zuhause in Worpswede, so wurde seine im Film nachgezeichnete und kommentierte Lebensgeschichte zunehmend zu einer Suche nach einem „neuen Menschen“. Beeinflusst vom Scheitern seiner Ehe, von seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg und dem Kontrast von Nationalsozialismus und Kommunismus, gehen Kunst, Sozialkritik und gesellschaftliches Engagement zunehmend ineinander über. Interviews mit Expert*innen verschiedener Fachrichtungen ordnen Vogelers in Spielszenen gezeigtes Leben sowie sein umfangreiches Schaffen in kunst- und zeitgeschichtliche Zusammenhänge ein.

Umsetzung


mehr Info

Das Hybrid-Format aus Dokumentar- und Spielfilm beinhaltet eine Mischung verschiedener Darstellungsformen: Von Schauspieler*innen gespielte Sequenzen stellen ausschnitt- und beispielhaft das Leben Vogelers und Personen aus seinem Lebensumfeld nach. Sie verlebendigen die Ereignisse und bilden die erzählerische Struktur des Films. Dokumentarische Elemente sind in der Hauptsache Interviews, die für den Film zu Leben und Werk Vogelers geführt wurden. So werden (kunstwissenschaftliche) Daten und Fakten sowie ganz unterschiedliche Einschätzungen von Leben und Werk eingebracht. Hinzu kommen abgefilmte Kunstwerke und Fotos, historische Filmaufnahmen und vieles mehr. In der Summe entsteht ein zugleich informatives und unterhaltsames filmisches Abbild von Vogelers Leben und Kunst als Weg der politischen und künstlerischen Selbstfindung.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


mehr Info

Der Film ermöglicht sowohl ganz spezifische Zugänge zum Künstler („Wer war Heinrich Vogeler?“) als auch ganz allgemein zur Thematik „Was ist ein*e Künstler*in?“ Vogeler ist eng in das Zeitgeschehen eingebunden: Das Leben in der Künstlerkolonie Worpswede, später seine Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg und seine Übersiedlung in die Sowjetunion eröffnen Fragen nach Lebenszielen und Träumen einerseits sowie von (politischem, gesellschaftlichem) Engagement bzw. Idealen andererseits. Die Frage nach der Kunst und Kreativität umfasst erstens allgemein Kunststile (Jugendstil, Expressionismus, sozialistischer Realismus) und zweitens für Vogeler spezifische Formen („Komplexbilder“). Die Doku-Fiktion als Format ermöglicht zudem die Beschäftigung mit vielen filmischen Elementen und der Frage, ob und wie sich eine (Künstler*innen-)Biografie filmisch umsetzen lässt.

Veranstaltungen


mehr Info

Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Olaf Selg, 27.04.2022, letzte Aktualisierung: 03.08.2022

Regie

Marie Noëlle

Buch

Marie Noëlle

Darsteller*innen

Florian Lukas, Anna-Maria Mühe, Johann von Bülow, Alice Dwyer, Naomi Achternbusch, Samuel Finzi, Uwe Preuss u. a.

Länge

94 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

farbfilm verleih

Impressum
Sitemap
Datenschutz