Inhalt
Ob Original oder (illegale) Reproduktion – die Arbeiten von M.C. Escher sind weltweit bekannt. Nicht zuletzt, da sie weltweit etwa auf Regenschirmen, Notizbüchern und Taschen vermarktet werden. Escher selbst fand diese Popularität befremdlich und verstand nicht den Reiz, den seine Bilder z.B. für die Hippie-Bewegung der 1960er Jahre ausmachten. Er sah sich nicht als Künstler, sondern als Mathematiker. Der Film gibt einen detaillierten Einblick in Eschers Leben und Arbeiten und zeichnet sowohl seinen Werdegang – vom schlechten und kränklichen Schüler, der sich statt mit Architektur lieber mit grafischen Techniken beschäftigt – als auch seine Inspirationsquellen nach. Auch nach seinem Tod haben seine Bilder voller unendlicher Verwandlungen, unmöglicher Perspektiven und dem Streben danach, die Schönheit der Unendlichkeit in einer begrenzten Fläche festzuhalten, nichts von ihrer Faszination verloren.
Umsetzung
Mit Ausschnitten aus Briefen, Tagebucheinträgen und Notizen ist Escher selbst – durch die Stimme des Schauspielers Matthias Brandt – Erzähler seiner Filmbiografie. Seine beiden Söhne und der Musiker und Kunstsammler Graham Nash geben einen zusätzlichen zeitgeschichtlichen Kontext. Bild und Ton gehen eine Symbiose ein, wenn dokumentarische Aufnahmen sich während Eschers Erzählungen plötzlich in Textur und Farbe verändern und zu seinen schwarz-weißen Bildern werden. Einzelne Elemente werden durch Animationen lebendig und helfen, die Verbindungen zwischen Dingen und Formen und damit ihre überraschenden Verwandlungen besser zu verstehen. Im Vergleich zu den historischen Fotos und Kunstdrucken schaffen die Filmaufnahmen eine zeitlose Komponente, die Eschers zeitgenössische Gegenwart mit der heutigen verbindet. Seine Ideen von Täuschung und Realität haben nichts an Aktualität verloren, wie Beispiele aus Theater, Film, Popkultur, Architektur und Körperkunst zeigen.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
In Mathematik stehen der Zusammenhang von geometrischen Formen und Natur, sowie die genauen, mathematischen Konstruktionen von Eschers Bildern im Vordergrund. Techniken des Linol- und Holzschnitts sowie Druckverfahren können im Kunstunterricht besprochen werden. Schüler*innen können Eschers Techniken zum Anlass nehmen, eigene Bilder in dessen Geist zu erstellen, die unterschiedliche Formen verknüpfen oder Gegenstand und Hintergrund gleichwertig darstellen. Fächerübergreifend sind die popkulturellen Umsetzungen von Eschers Motiven interessant: Wo sind Eschers Werke bis heute zu finden (Merchandise, Filme, etc.)? Nach einer ersten Bestandsaufnahme können die Gründe für die Motivnutzung ausgearbeitet werden. Eine genauere Szenen- und Abspann-Analyse lohnt vor allem mit Blick auf Eschers Ideen bzgl. Transformationen von Gegenständen und Täuschung in Verbindung mit Realität.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Caroline Fuchs
,
27.09.2019
,
letzte Aktualisierung:
09.11.2022
Regie
Robin Lutz
Buch
Marijnke de Jong, Robin Lutz
Darsteller*innen
Mitwirkende: Graham Nash, George Escher, Jan Escher, Liesbeth Escher-Hogenhout; Sprecher: Matthias Brandt (deutsche Fassung), Stephen Fry (englische Fassung)
Länge
80 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung, englische Originalfassung mit Untertiteln
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
MFA+