Filmplakat zu "Sputnik"

Sputnik

Deutschland/Belgien/Tschechien 2013

Anfang Oktober 1989 in dem DDR-Ort Malkow in der Nähe von Berlin: Die zehnjährige Friederike möchte einmal Kosmonautin werden. Ihr großes Vorbild ist Captain Burgh vom Raumschiff Interspace und mehr noch ihr Onkel Mike, der mit ihr illegale Experimente durchführt, um in Funkkontakt mit der russischen Raumstation MIR zu treten.

Originaltitel

Sputnik

Genre

Kinderfilm

Klassenstufe

3. bis 8. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Sach- und Gemeinschaftskunde, Erdkunde, Relion/Ethik, Physik

Themen

(Deutsche) Geschichte, Abenteuer, Freundschaft, Familie, Individuum (und Gesellschaft), Zivilcourage, Heimat, Kindheit/Kinder, Kommunikation, Sozialismus, Technik/Neue Technologien

Kinostart

24.10.2013

Inhalt


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Anfang Oktober 1989 in dem DDR-Ort Malkow in der Nähe von Berlin: Die zehnjährige Friederike möchte einmal Kosmonautin werden. Ihr großes Vorbild ist Captain Burgh vom Raumschiff Interspace und mehr noch ihr Onkel Mike, der mit ihr illegale Experimente durchführt, um in Funkkontakt mit der russischen Raumstation MIR zu treten. Plötzlich darf Mike, der einen Ausreiseantrag nach Westdeutschland gestellt hat, die DDR unmittelbar verlassen. Zusammen mit ihren Freunden Fabian und Jonathan entwickelt sie einen Plan, Mike wieder zurückzubeamen, so wie sie es in der TV-Serie gesehen hat. Am 9. November kann die Operation starten. Doch dann sehen die Kinder im Fernsehen, was sie mit ihrem Experiment wirklich angerichtet haben.

Umsetzung


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Markus Dietrich erzählt im Film, wie er den Fall der Mauer 1989 als Zehnjähriger selbst erlebt hat. Er ist die Friederike im Film, wobei die Besetzung der Hauptrolle mit einem Mädchen ihm größere künstlerische Freiheit und dem Film dramaturgische Zuspitzungen und größere Lebendigkeit ermöglichte. Ganz aus der Perspektive der Kinder erzählt, aus der die Staatsgewalt in Gestalt eines Volkspolizisten in ihrer allgegenwärtigen Bedrohung wie auch in ihrer Lächerlichkeit zum Tragen kommt, lebt der Film ganz von seinem skurrilen Ausgangspunkt: der so naiven wie pfiffigen und fantasievoll umgesetzten, darstellerisch überzeugend vermittelten Idee, dass eine amerikanische TV-Serie indirekt Auslöser für den Fall der Mauer und die offizielle Geschichtschreibung nur die halbe Wahrheit gewesen sein könnte.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Heutige Schüler/innen kennen die DDR und den Fall der Mauer nicht mehr aus eigener Erfahrung. Nicht alle historischen Hinweise und Anspielungen des Films, wie etwa die TV-Sendung mit Egon Krenz oder die mit dem Rassekaninchen Erich, werden daher wohl gleich verstanden. Andererseits bieten gerade der naiv-verspielte Zugang und die gewählte Form einer Abenteuer- und Science-Fiction-Geschichte mit etwas Coming-of-Age-Thematik einen spannenden, pädagogisch unaufdringlichen Zugang für die heutige Generation, sich mit der DDR und den damaligen Zeitumständen auseinanderzusetzen. Somit gelingt ein Zugang zur deutsch-deutschen Geschichte auf spielerischer Ebene. Für ältere Kinder bieten sich darüber hinaus medienkritische Anknüpfungspunkte zum Wahrheitsgehalt von Film- und Fernsehbildern und der Identifikations- und Vorbildfunktion audiovisueller Medien an.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Holger Twele, 17.09.2013, letzte Aktualisierung: 05.05.2020

Regie

Markus Dietrich

Buch

Markus Dietrich

Darsteller/innen

Flora Li Thiemann, Finn Fiebig, Luca Johannsen, Emil von Schönfels, Devid Striesow, Yvonne Catterfeld, Maxim Mehmet, Ursula Werner, Jacob Matschenz, Andy Gätjen, Andreas Schmidt u. a.

Länge

79 Min

Sprachfassung

deutsch

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „besonders wertvoll“

Verleih

MFA+ FilmDistribution

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