Filmplakat The North Drift - Plastik in Strömen

The North Drift - Plastik in Strömen

Deutschland 2021

Wie gelangt Plastikmüll in die Arktis? 2019 beginnt der Filmemacher Steffen Krones ein Experiment und dokumentiert es. Lässt sich der weite Weg von Abfall von Dresden bis zu den Lofoten in Norwegen mit speziellen Bojen nachweisen, die wie Flaschenpost auf die Reise geschickt werden? Ein stetig wachsender Kreis von Mitstreiter*innen steht ihm mit Rat und Tat zur Seite und selbst Covid-19 kann das Projekt nicht aufhalten.

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Erdkunde, Biologie, Ethik, Politik, fächerübergreifend: Bildung für nachhaltige Entwicklung

Themen

Naturschutz, Umweltschutz, Mikroplastik, Plastikmüll, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ozeane

Kinostart

27.10.2022

SchulKinoWochen

Inhalt


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Steffen Krones zieht es in unberührte Gegenden der Erde. Doch als er beruflich die Lofoten aufsucht und den Inuit Kris kennenlernt, erfährt er, dass der Zivilisationsmüll aus Deutschland auch dort in der Arktis angekommen ist. Aber wie gelangt der Abfall dorthin? Ein Experiment beginnt: Steffen Krones entwickelt gemeinsam mit Paul, der Technisches Design an der TU Dresden studiert, mit GPS ausgestattete Bojen, die sie Drifter nennen. Sie sollen durch die Elbe in die Nordsee und bis zu den Lofoten treiben. Diesen Prozess will Steffen Krones dokumentarisch festhalten. Zuerst müssen die Drifter immer wieder modifiziert und an unterschiedlichen Orten ausgeworfen werden. Doch dann kommt das Experiment dem erhofften Ziel näher, auch dank weiterer Mitstreiter*innen von Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler*innen. Am Ende landen tatsächlich einige der Drifter in der Arktis an. Doch die Freude über das gelungene Experiment wird getrübt von der Erkenntnis, wie stark selbst die entlegensten Inseln bereits von Müll belastet sind.

Umsetzung


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Der Filmemacher Steffen Krones erzählt von der Gefahr, die vom Plastikmüll für Ökosysteme der Erde ausgeht, auf einer sehr persönlichen Ebene. Er dokumentiert weniger die vorgefundene Verschmutzung im Wasser und an der Küste, sondern ein von ihm durchgeführtes Experiment. Hierfür setzt er auf spektakuläre Bilder der Landschaft der Arktis und emotionalisiert gezielt mit Musik, die im Wechsel montiert sind mit fast intim wirkenden Aufnahmen von Fortschritten und Rückschlägen seines gemeinsam mit anderen durchgeführten Experiments. Damit verdeutlicht er zugleich, wie wichtig gemeinsames Handeln ist. Denn es gelingt ihm, immer mehr Menschen für sein Projekt zu gewinnen, auch Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten. Dadurch kann der Film auch als gelungenes Beispiel für Citizen Science bezeichnet werden, einer Forschung, die von Bürgerinnen und Bürgern in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen führen kann.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Da es sich um einen Film handelt, der ein für wissenschaftliche Forschung relevant gewordenes Experiment dokumentiert, bieten sich Anknüpfungspunkte für die Verbindung von bürgerschaftlichem Engagement, Forschung und filmischer Dokumentation. Kleine Unterrichtsprojekte zu Plastikmüll oder zu anderen umweltrelevanten Themen können die Schüler*innen selbst filmisch dokumentieren. Dazu gehört die Überlegung, wie das Sujet interesssant/kurzweilig/dramatisch in Szene gesetzt werden kann. Desweiteren kann die Nutzung von GPS im Film dazu anregen, über die Relevanz digitaler Technik für Fragen und Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung zu diskutieren, etwa die digitale Erfassung des Waldes. Auf filmästhetischer Ebene kann die Bildsprache im Kontext der Inszenierung von Sehnsuchtsorten und entsprechenden Bildern (z. B. im Tourismus) analysiert werden – etwa wenn der Inuit Kris porträtiert wird.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor: Dr. Thomas Klein, 30.09.2022, letzte Aktualisierung: 16.11.2022

Regie

Steffen Krones

Buch

Steffen Krones

Darsteller*innen

Mitwirkende: Kris Louis Jensen, Steffen Krones, Erik van Sebille, Paul Weiss, Dr. Rosanna Schöneich-Argent, Jonas Tuttlies, Carlo Hesse, Sven Schirrmeister u. a.

Länge

94 Min

Sprachfassung

überwiegend deutsche Originalfassung, teils untertitelt

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

mindjazz pictures

Festivals

One World Festival Prag: Gewinner Publikumspreis; Fünf Seen Festival 2022: Kino & Klima Award

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