Filmplakat The Outsiders

The Outsiders

USA, Frankreich 1983/2005

Die Verfilmung des Romans „The Outsiders“ kam 1983 in einer gekürzten Fassung in die Kinos. Gut 20 Jahre später hat Regisseur Francis Ford Coppola seinen Film überarbeitet und die ursprüngliche, 22 Minuten längere Fassung wieder hergestellt. „The Outsiders“, die Geschichte eines 14-Jährigen und zweier rivalisierender Jugendbanden in Tusla der 1960er, beeindruckt mit seiner unerschrockenen Emotionalität und ist ein Kultfilm des Jugendfilmgenres.

Genre

Literaturverfilmung, Drama, Jugendfilm

Klassenstufe

ab 9. Klasse

Altersempfehlung

ab 14 Jahre

Unterrichtsfächer

Englisch, Deutsch, Ethik

Themen

Außenseiter, Freundschaft, Familie, USA, Jugend/Jugendliche/Jugendkultur, Rivalität, Gewalt, Erwachsenwerden, Werte, Zukunft, Filmsprache, Filmklassiker

Kinostart

02.11.2021

Inhalt


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Der 14-jährige Ponyboy wurde auf der falschen Seite der Stadt geboren. Wer 1965 am Rand von Tulsa/Oklahoma lebt, ist arm. Aber Ponyboy, seine beiden älteren Brüder und die anderen Jungs aus seiner Clique zeigen ihre Herkunft mit Stolz: Sie sind die Greasers. Sie tragen Jeans und Pomade im Haar, hören Rock’n’Roll und halten zusammen. Vor allem dann, wenn die Socs, geschniegelte Wohlstandskids und die natürlichen Feinde der Greaser, in ihren teuren Mustangs aufkreuzen. Ständig kommt es zu Übergriffen und Schlägereien. Aber wieso eigentlich? Ponyboy und sein bester Freund Johnny haben genug von der Gewalt, können ihr aber nicht entkommen. Denn als die beiden Jungen überfallen werden – sie haben zuvor im Autokino mit zwei Socs-Mädchen geflirtet – ersticht Johnny in Notwehr einen der Angreifer. Auf Anraten ihres Kumpels Dallas fliehen sie und verstecken sich auf dem Land in einer verlassenen Kirche.

Umsetzung


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Die Underdogs sind die Helden – sowohl im S.E. Hintons Roman (1967) wie auch in der gleichnamigen Verfilmung von Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1983. Immer wieder fängt die Kamera die Gesichter der jungen Figuren in Nahaufnahmen ein, oft werden sie leicht aus der Untersicht gefilmt und so überhöht. Dem Regisseur geht es nicht um Sozialrealismus, sondern um das große Gefühl: Verbunden-heit, Freundschaft, Liebe und die Vergänglichkeit des Jungseins stehen im Vordergrund. Geradezu episch hat Coppola seinen Film inszeniert. Die Tiefenschärfe vergrößert die Räume, die Farben leuchten in satten Tönen, Einstellungen im rötlichen Gegenlicht zitieren das Südstaaten-Drama „Vom Winde verweht“ (1938), dessen Romanvorlage in „The Outsiders“ eine Rolle spielt. Ein emotionaler Score trägt den Film. Der Bandenkrieg-Plot wie auch die Inszenierung verweisen auf Jugendfilm-Klassiker wie DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN (1956). Wurde THE OUTSIDERS 1983 von vielen Kritiker*innen als kitschig abgetan, ist der Film heute ein Klassiker des Genres.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Ponyboy ist der Erzähler seiner Geschichte und ein Außenseiter im doppelten Sinne: Sowohl in der Gesellschaft wie auch bei den Greasers steht er am Rande. Denn anstatt sich für Autos oder Mädchen zu interessieren, liest er Bücher oder geht ins Kino. In einer Schlüsselszene zitiert er Robert Frosts Gedicht „Nothing Gold Can Stay“, woraus er sein Lebensmotto „Stay Gold“ entwickelt. Wie ist diese Aufforderung zu verstehen? Was bedeutet es „golden zu bleiben“? In diesem Zusammenhang lässt sich auch das Männlichkeitsbild der Jungen hinterfragen. Geben sie sich auf der einen Seite als harte Kerle aus, suchen sie doch immer wieder körperliche Nähe und zeigen offen ihre Gefühle. In Bezug auf die Inszenierung lässt sich untersuchen, wie Coppola die bereits im Roman angelegte Emotionalität mit filmischen Mitteln umsetzt. Dafür eignet sich beispielsweise die oben erwähnte Szene, die in Bezug auf Kamera, Licht und Farbgebung sowie Musik analysiert werden sollte. Spannend ist nicht zuletzt auch, wie die Schüler*innen die Geschichte und den Film an sich wahrnehmen. Inwiefern spiegelt der Film eigene Lebenswelten und -erfahrungen wider? Sind die geschilderten Konflikte auch heute noch relevant? Wie empfinden sie die schwelgerische Gefühligkeit des Films. Diese Fragen lassen sich in einer eigenen Filmkritik aufgreifen, die als Text, Podcast oder Video realisiert werden kann.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 03.11.2021, letzte Aktualisierung: 08.11.2021

Regie

Francis Ford Coppala

Buch

Kathleen Rowell nach dem gleichnamigen Roman von S.E. Hinton

Darsteller/innen

C. Thomas Howell, Rob Lowe, Emilio Estevez, Matt Dillon, Tom Cruise, Patrick Swayze, Ralph Macchio, Diane Lane u. a.

Länge

91 Min (Kinofassung)/115 Min (Director's Cut)

Sprachfassung

deutsche Fassung, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

35mm, digitalisiert, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Studiocanal

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