Filmplakat zu "Winnetous Sohn"

Winnetous Sohn

Deutschland 2015

Der zehnjährige Max ist der geborene Indianer, auch wenn der pummelige Junge eher wie ein Bleichgesicht aussieht. Als er erfährt, dass die Karl-May-Spiele einen Darsteller für Winnetous Sohn suchen, setzt er alles daran, diese Rolle zu bekommen. Aber vor allem möchte er, dass seine Eltern wieder zusammenfinden und alles so ist, wie früher. André Erkaus Kinderfilm ist die erste Produktion, die im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“ entstanden ist.

Originaltitel

Winnetous Sohn

Genre

Kinderfilm

Klassenstufe

3. bis 6. Klasse

Altersempfehlung

8 bis 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sachkunde, Ethik, Kunst

Themen

Kindheit/Kinder, Familie, Freundschaft, Träume, Vorurteile, Film/Filmgeschichte/Filmsprache, Indianer, Jungen

Kinostart

09.04.2015

Inhalt


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In einem Western wäre der blonde Max ein „Bleichgesicht“. Aber in seiner Welt ist der 10-Jährige schon immer ein Indianer gewesen. Ohne Kopfschmuck geht er nicht aus dem Haus, geschlafen wird auf dem Boden unterm Tisch – sehr zum Leid seiner Mutter, die ihn allein erzieht, seit „ein mächtiger Wind die Eltern auseinandergetrieben hat“. Als Max erfährt, dass die Karl-May-Spiele einen Darsteller für Winnetous Sohn suchen, ist für ihn klar, dass das seine Rolle ist. Und das nicht nur, weil er „im Herzen“ ein Indianer ist, sondern auch, weil er darüber seine Eltern wieder zusammenführen will. In kurzer Zeit muss der pummelige Junge Bogenschießen und Reiten lernen und setzt dabei auf seinen liebevollen, aber unsteten Vater und auf den verschlossenen Morten, den er im Feriencamp kennengelernt hat. Unbeirrt verfolgt Max seinen Plan, denn „ein Indianer kann alles schaffen, wenn sein Herz entschlossen ist.“

Umsetzung


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Winnetous Sohn wird von dem Hauptdarsteller Lorenzo Germeno getragen, der Max als pfiffigen Jungen zeigt. Seine innere Stärke bezieht er aus den vom Vater beigebrachten „Indianerweisheiten“, die zuweilen altklug und deshalb auch komisch wirken. Ihm gegenüber steht Morten, ein introvertierter Junge mit Helikopter-Eltern. Dass sich die beiden so verschiedenen Jungen zusammenraufen werden, ist absehbar und entspricht ganz der Dramaturgie eines Kinderfilms. Der Film ist zudem gespickt mit pädagogischen Botschaften, etwa, dass man an sich glauben oder Menschen nicht nach dem Äußeren beurteilen soll. Das Indianer-Thema spielt im Film nicht nur inhaltlich, sondern auch ästhetisch eine Rolle: In Motiven, Figuren, Kamera und der etwas zu dominanten Musik wird wiederholt auf das Western-Genre verwiesen. Kurze Animationen und Slapstick sorgen für Abwechslung und Spaß.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Der Film kann innerhalb einer Unterrichtseinheit „Indianer“ gut als Einstieg integriert werden, um sich mit der Kultur der amerikanischen Ureinwohner zu beschäftigen. Dabei sollte es weiterführend darum gehen, welche Bilder und Vorstellungen der Film reproduziert und inwiefern diese den Tatsachen entsprechen. Für ältere Schüler bietet sich eine Beschäftigung mit Karl May, seiner Winnetou-Figur und mit den Verfilmungen an, sowie allgemein mit der Darstellung von Indianern im Westernfilm und dem Genre an sich. Die beiden gegensätzlich angelegten Jungen- und Außenseiterfiguren Max und Morten können analysiert werden sowie deren Freundschaft und Probleme und Lösungsstrategien. Beide werden im Laufe der Handlung zunehmend selbständiger, zumal die Erwachsenen entweder keine Zeit haben oder nicht verlässlich sind. Zudem können die von Max zitierten „Indianerweisheiten“ gesammelt und interpretiert werden, wobei die Kinder sich auch eigene Sprüche ausdenken können.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Kirsten Taylor, 26.02.2015, letzte Aktualisierung: 05.05.2020

Regie

André Erkau

Buch

Anja Kömmerling, Thomas Brinx

Darsteller/innen

Lorenzo Germeno, Tristan Göbel, Uwe Ochsenknecht, Armin Rohde, Christoph Letkowski, Tyron Ricketts, Alice Dwyer u.a.

Länge

92 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, deutsche Untertitel und Audiodeskription verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

FBW

Prädikat „wertvoll“

Verleih

Weltkino Filmverleih

Festivals

Gewinner der Förderinitiative „Der besondere Kinderfilm“ 2013/2014

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