Filmplakat zu "Zwei Leben"

Zwei Leben

Deutschland, Norwegen 2012

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Kinder, die aus einer Verbindung norwegischer Frauen und deutscher Soldaten entstanden, ihren Müttern weggenommen und in sogenannten „Lebensborn“-Heimen in Deutschland untergebracht. Die DDR nutzte diese Tatsache, um Spione als angebliche Lebensborn-Kinder nach Norwegen einzuschleusen. Katrine ist eine dieser Agentinnen und lebt seit Jahrzehnten in Bergen. Sie ist glücklich verheiratet und seit kurzer Zeit Großmutter, mit ihrer Vergangenheit hat sie mehr oder weniger abgeschlossen. Doch eines Tages sucht ein junger, engagierter Anwalt Katrine auf, um ihr Schicksal als „Lebensborn“-Kind als Teil einer Sammelklage vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen. Ihr Geheimnis ist plötzlich in Gefahr, das seit Langem das Fundament ihres gesamten Lebens bildet. Katrine setzt alles daran, es zu bewahren, doch die Geschichte lässt sich nicht verändern.

Originaltitel

Zwei Leben

Genre

Drama

Klassenstufe

ab 11. Klasse

Altersempfehlung

ab 16 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Religion, Ethik

Themen

Identität, Familie, Deutsche Geschichte, Kalter Krieg, Ethik, Werte

Kinostart

19.09.2013

Inhalt


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Während des Zweiten Weltkriegs wurden Kinder, die aus einer Verbindung norwegischer Frauen und deutscher Soldaten entstanden, ihren Müttern weggenommen und in sogenannten „Lebensborn“-Heimen in Deutschland untergebracht. Die DDR nutzte diese Tatsache, um Spione als angebliche Lebensborn-Kinder nach Norwegen einzuschleusen. Katrine ist eine dieser Agentinnen und lebt seit Jahrzehnten in Bergen. Sie ist glücklich verheiratet und seit kurzer Zeit Großmutter, mit ihrer Vergangenheit hat sie mehr oder weniger abgeschlossen. Doch eines Tages sucht ein junger, engagierter Anwalt Katrine auf, um ihr Schicksal als „Lebensborn“-Kind als Teil einer Sammelklage vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen. Ihr Geheimnis ist plötzlich in Gefahr, das seit Langem das Fundament ihres gesamten Lebens bildet. Katrine setzt alles daran, es zu bewahren, doch die Geschichte lässt sich nicht verändern.

Umsetzung


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Der Film beginnt mit Katrines Rückkehr in die Vergangenheit, bevor er beginnt, ihre Gründe dafür zu entblättern. Das Bild der jungen wie der heutigen Frau entsteht dabei wie ein spannender Psychokrimi. Während Katrine sich darum bemüht, ihr Geheimnis zu wahren, begleitet sie das Publikum durch ihre unglaubliche und gleichzeitig realistische Geschichte. Die Spannung sorgt für ein tiefes Eintauchen in ihr Leben und ihre Situation. Dadurch entsteht Identifikation und Nachvollziehbarkeit angesichts der ungeheuerlichen Lebenslüge, die Katrines Leben bestimmt. Die Kameraarbeit erinnert bei den Rückblenden sowohl farblich als auch in den Bildausschnitten an Filme aus den 70-er und 80-er Jahren, was den Authentizitätsgrad noch mehr erhöht. Einziger Schwachpunkt des Films ist die allgegenwärtige Musik, die die Dramatik immer wieder unangenehm überzeichnet. 

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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„Zwei Leben“ erzählt eine komplexe und komplizierte Geschichte über gleich mehrere Abschnitte deutscher Vergangenheit. Dadurch ermöglicht der Film eine Verbindung geschichtlicher Abschnitte und zeigt gleichzeitig auf, wie historische Situationen und Ereignisse Einfluss auf Schicksale bis in die heutige Zeit genommen haben und nehmen. Diese Erkenntnis führt unweigerlich zu historischen wie ethischen Gedanken über Zusammenhänge. Es drängen sich hier sowohl für den Unterricht in Deutsch und Geschichte als auch für die Fächer Ethik und Religion sehr grundlegende Fragen auf: nach der Verhältnismäßigkeit von Lüge und Wahrheit, nach Loyalität und Abhängigkeit, nach Verrat und Selbstbild und nicht zuletzt nach der eigenen Haltung in Anbetracht unserer deutschen Geschichte. Die Auseinandersetzung mit dem Film kann mit Hilfe von Diskussionen, Erörterungen, Pro und Contra Analysen sowie Vergleichen mit anderen Werken zu ähnlichen Themen der jüngeren Geschichte neue Gesichtspunkte aufwerfen.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Rotraut Greune, letzte Aktualisierung: 28.09.2016

Regie

Georg Maas

Buch

Georg Maas, Christoph Tölle, Ståle Stein Berg, Judith Kaufmann

Darsteller/innen

Juliane Köhler, Liv Ullmann, Ken Duken, Sven Nordin, Rainer Bock

Länge

99 Min

Format

digital, Farbe

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

farbfilm

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