Inhalt
Der 14-Jährige Duncan fährt mit seiner Mutter, deren neuem Freund Trent und dessen pubertierenden Tochter Steph in die Sommerferien an die Küste. Bereits die Fahrt ist ein einziger Graus und auch im Ferienhaus angekommen, weiß Duncan nichts mit sich anzufangen. Seine Mutter schenkt ihre ganze Aufmerksamkeit dem dominanten Trent, die anderen Jugendlichen ignorieren Duncan und alle Erwachsenen stürzen sich aufgeregt und schrill von einer Party in die nächste. Erst als Duncan im Wasserpark Water Wizz den sorglosen und zugleich liebenswürdigen Owen kennenlernt, scheint sich sein Sommer zum Guten zu wenden: Duncan freundet sich mit dem restlichen Personal an, gewinnt zunehmend an Selbstbewusstsein und beginnt mit Owens Hilfe sich und seine Schwierigkeiten aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Diese Veränderungen entgehen schließlich auch seiner neuen Familie und der schönen Susanna nicht
Umsetzung
Den beiden Drehbuchautoren Nat Faxon und Jim Rash ist mit ihrem Regiedebüt ein humorvoller und zugleich empathischer Coming-of-Age Film gelungen. Die Geschichte des Films ist, wie viele seines Genres, vorhersehbar. Dennoch ist Ganz weit hinten wenig ermüdend, da die beiden Regisseure konsequent auf jeglichen Kitsch, Pathos und moralisierenden Zeigefinger verzichten. Durchgehend erzählen Nat Faxon und Jim Rash aus der Perspektive des Protagonisten Duncan, ohne die anderen Figuren als bloße Gegenspieler zu verbrauchen: Der Film lebt maßgeblich von der schauspielerischen Stärke seiner Figuren und der Authentizität der Drehorte: Alle Figuren wirken trotz ihrer skurrilen Zeichnung unprätentiös und echt. Ebenso überzeugen der leicht heruntergekommene Strandort in Massachusetts und der Wasserpark als ausdrucksstarke Handlungsorte. Auch ohne das aktive Wissen des Zuschauers, dass die vielen Szenen im Wasserpark während des laufenden Betriebs gedreht wurden, strahlt der Film etwas Unverbrauchtes aus.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Duncan fällt es schwer, seinen Platz zu finden. Dieses existenzielle Gefühl der Nichtzugehörigkeit oder des Verlorenseins kennt jedes Kind und jeder Jugendliche. Gerade dadurch, dass der Film auf Pathos verzichtet und mit Humor davon erzählt, eröffnet er vielfältige Möglichkeiten, um mit Kindern und Jugendlichen unangestrengt über diese schwierigen Gefühle ins Gespräch zu kommen. Familienurlaube sind hierfür auch im realen Leben ein häufiges Beispiel, dass Kinder und Jugendliche mit vergleichbaren Schwierigkeiten wie Duncan konfrontiert werden.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Sarah Lieb
,
10.11.2013
,
letzte Aktualisierung:
04.10.2016
Regie
Nat Faxon und Jim Rash
Buch
Nat Faxon und Jim Rash
Darsteller*innen
Liam James, Toni Collette, Sam Rockwell, Steve Carell, Zoe Levin
Länge
104 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
FBW
Prädikat „besonders wertvoll“
Verleih
20th Century Fox of Germany