Kurzfilmprogramm zum Augen auf-Kinotag

Deutschland 2024 | Deutschland 2022

Die beiden Kurzfilme WESLEY SCHWIMMT und MENSCHEN KÖNNEN ZWEIMAL STERBEN eröffnen einen niedrigschwelligen Zugang zur Geschichte des nationalsozialistischen Völkermords an den Sinti* und Roma* und ermöglichen Gespräche über Erinnerung, Zugehörigkeit, Identität und Verantwortung bis in die Gegenwart. Dabei nähern sich der Thematik auf unterschiedliche, aber einander ergänzende Weise.

Originaltitel

Wesley schwimmt | Menschen können zweimal sterben

Genre

Kurzfilmprogramm

Klassenstufe

ab 8. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Geschichte, Politik, Deutsch, Ethik, Religion, Sozialkunde

Themen

Roma* und Sinti*, Erinnerungskultur, Familie Familiengeschichte, (deutsche) Geschichte, Holocaust, transgenerationales Trauma, Antiziganismus, Nationalsozialismus, Gedenkorte, Denkmäler, Musik, Vorurteile, Gedenkstätten, Konzentrationslager, Aktivismus, Bürgerrechtler*innen

Kinostart

27.01.2024

SchulKinoWochen

Die beiden Kurzfilme verbinden persönliche Erinnerungswege mit der Geschichte des nationalsozialistischen Völkermords an Sinti* und Roma*. Der dokumentarische Film WESLEY SCHWIMMT begleitet den 14-jährigen Wesley Höllenreiner, der nach Auschwitz reist, um das Schicksal seines Uropas Hugo zu verstehen, der das Lager als Kind überlebte. Wesleys Suche wird zu einer Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwortung und dem Kampf gegen heutigen Rassismus. Der animierte Film MENSCHEN KÖNNEN ZWEIMAL STERBEN erzählt die Geschichte der Musikerfamilie Franz, deren Band „Die Franzens Kapelle“ einst in Europa gefeiert wurde, bevor die Nationalsozialist*innen ihr Leben zerstörten. Was bleibt, ist Vinkos Geigenbogen – ein Symbol für den Verlust, aber auch für die Verpflichtung, die Stimmen der Ermordeten lebendig zu halten.
Beide Filme bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für eine diskriminierungskritische und historisch sensible Bildungsarbeit. WESLEY SCHWIMMT eröffnet über die Perspektive eines 14-Jährigen einen emotional wie altersangemessenen Zugang zum nationalsozialistischen Völkermord an Sinti* und Roma*. Der Film ermöglicht es, Themen wie Identität, Herkunft, Zugehörigkeit, Rassismus und Zivilcourage zu bearbeiten und unterstützt die Vorbereitung von Gedenkstättenbesuchen. Gleichzeitig regt er an, über eigene Handlungsspielräume nachzudenken und Wege zu finden, Vorurteile abzubauen und Erinnerung lebendig zu halten. MENSCHEN KÖNNEN ZWEIMAL STERBEN verdeutlicht anhand der Familie Franz, wie NS-Verfolgung Lebenswelten zerstörte und warum das Weitergeben von Geschichten zentral für eine aktive Erinnerungskultur ist. Der Film ermöglicht einen sensiblen Zugang ohne gewaltvolle Bilder, thematisiert Anerkennungskämpfe nach 1945 und stärkt durch die Analyse seiner Gestaltungsmittel die Medien- und Diskriminierungskritik.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

letzte Aktualisierung: 18.12.2025

Regie

Adrian Oeser | Hamze Bytyçi

Buch

Adrian Oeser | Max Czollek

Länge

31 Min | 6 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

digital, Farbe und schwarz-weiß

FSK

ab 12 Jahre

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