Inhalt
Die Traummonster haben ein Problem. Kein Kind hat mehr Angst vor ihnen. So sehr sie sich auch bemühen, die Kinder lassen sich einfach nicht erschrecken. Ohne die Furcht der Kinder jedoch schrumpfen die Traummonster und werden immer kleiner. Aber was würde geschehen, wenn sie Tommy, dem kleinen Bruder von Laura, seinen Beschütz-mich-Hund stehlen? Ob er dann wieder Angst hätte? Erst sieht es so aus, als ob ihr Plan funktionieren könnte. Als Tommy merkt, dass sein Lieblingsspielzeug fort ist, macht er sich große Sorgen. Doch mit der Hilfe von Laura und ihrem Sternenfreund tritt Tommy den Weg in das Reich der Monster an, um seinen Hund wieder zu befreien.
Umsetzung
Der titelgebende Stern selbst spielt eigentlich nur eine Nebenrolle und überlässt dadurch das Feld ganz den beiden Hauptfiguren Tommy und Laura. Somit steht nicht das Magische im Vordergrund, sondern was die Kinder tun und wie sie sich fühlen. Angelehnt an die Buchvorlagen von Klaus Baumgart sind die Figuren mit einfachem Strich gezeichnet und in ihrer Darstellung reduziert, aber dennoch ausdrucksstark. Das fliegende muschelförmige Labyrinth, in dem die Monster leben, erweist sich als faszinierender Schauplatz, an dem wie in Träumen alles möglich erscheint und einfache Türen in fremde Welten führen können. Die bedächtige Inszenierung und die sympathische Charakterisierung aller Figuren ermöglichen Kinoanfängern und Zuschauern im Grundschulalter ein spannendes Abenteuer, das sie nicht überfordert und an ihrer Lebenserfahrung ansetzt. Die 3D-Version vermittelt in wenigen Szenen mehr Räumlichkeit, drängt sich jedoch nicht als Schauwert in den Vordergrund.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Kindgerecht bietet der Zeichentrickfilm viele Anknüpfungspunkte, um sich mit den Themen Angst und Mut zu beschäftigen. Tommy und Laura laden sofort zur Identifikation ein, sind sie doch keine starken Helden, sondern ganz normale Kinder. Besonders schön ist es, dass nicht nur Tommy, der kleine Bruder, vor der Dunkelheit und den Traummonstern Angst hat, sondern sich auch seine ältere Schwester Laura fürchtet und schließlich sogar die Monster selbst. Angst haben wird so zu einer ganz normalen Eigenschaft. Die Handlung des Films zeigt behutsam, wie diese überwunden werden kann. Der enge Zusammenhalt der Geschwister, die für einander da sind und sich gegenseitig helfen, vermittelt zudem nebenbei ein schönes Familienbild und erfüllt den kindlichen Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit. Ergänzt werden kann ein Gespräch über den Film auch durch eine Beschäftigung mit der Darstellung der Traumwelt und der Gestaltung der Figuren.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Stefan Stiletto
,
03.09.2011
,
letzte Aktualisierung:
29.09.2016
Regie
Ute von Münchow-Pohl, Thilo Graf Rothkirch
Buch
Ute von Münchow-Pohl, Sabine Mädel, Rolf Giesen, Thilo Graf Rothkirch, Klaus Baumgart
Länge
70 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
FBW
Prädikat „besonders wertvoll“
Verleih
Warner Bros