Filmplakat Love & Dance

Love & Dance

Israel 2006

Eigentlich hat Chen mit Tanzen gar nichts am Hut, lieber filmt er mit seiner Videokamera die Menschen in seiner Umgebung. Seine Eltern streiten sich häufig, und um seine Mutter zu trösten, begleitet er sie zu einem Tanzabend der russischen Gemeinde. Dort verliebt er sich in die gleichaltrige Natalie.

Originaltitel

Sipur Hatzi Russi

Genre

Kinderfilm , Tanzfilm

Klassenstufe

6. bis 10. Klasse

Altersempfehlung

11 bis 15 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Sozialkunde, Ethik

Themen

Identität, Erwachsenwerden, Liebe, Eltern, Kindheit, Migration, Tanz

Kinostart

12.04.2007

Eigentlich hat Chen mit Tanzen gar nichts am Hut, lieber filmt er mit seiner Videokamera die Menschen in seiner Umgebung. Der sensible Junge lebt mit seiner russischen Mutter und seinem israelischen Vater in der israelischen Stadt Ashdod. Seine Eltern streiten sich häufig, und um seine Mutter zu trösten, begleitet er sie zu einem Tanzabend der russischen Gemeinde. Dort verliebt er sich in die gleichaltrige Natalie. Um sie wieder zu sehen, nimmt Chen an dem Tanzkurs teil, den auch Natalie besucht. Doch das ebenso hübsche wie eitle Mädchen hat bereits einen festen Tanzpartner. Chen muss deswegen mit Sharon tanzen, bemüht sich jedoch weiterhin hartnäckig um Natalie. Doch schließlich erkennt er, was wirklich wichtig ist in einer Partnerschaft.
Im Genre des Tanzfilms erzählt Regisseur Eitan Anner eine Coming-of-Age Geschichte über die Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, ein (Tanz)-Paar zu sein. Dabei konzentriert sich die Erzählperspektive auf den jungen Protagonisten Chen, der aufgrund der eigenen Verliebtheit auch die Beziehungen und Verhaltensregeln der Erwachsenen neugierig hinterfragt. In malerischen Bildern, mit stimmiger Musik und nicht ohne Humor schildert "Love & Dance" die Suche nach Identität und Orientierung, die das Erwachen der Liebe und das Erwachsenwerden häufig begleiten. Zudem reflektiert der Film die soziale und kulturelle Enge der ärmlichen Plattenbausiedlung, in der Chen lebt sowie den problematischen Status russischer Immigranten/innen.
Als gelungene Darstellung der Identitäts- und Orientierungsfindung eines Heranwachsenden verweist "Love & Dance" zugleich auf die generationenübergreifenden Themen von Liebe und gegenseitiger Verantwortung in der Partnerschaft. Dies liefert vor allem für den Sozialkunde- und Ethikunterricht fruchtbare Diskussionsimpulse. Dabei bieten das populäre Genre des Tanzfilms und die Fokussierung auf den Sympathieträger Chen konstruktive Anknüpfungspunkte an jugendliche Lebenswelten und erleichtern die pädagogisch-didaktische Auseinandersetzung. Ein weiterer Aufgabenbereich kann die universelle Problematik der Ausgrenzung ethnischer Minderheiten, im Film über die Situation russischer Migranten/innen thematisiert, darstellen.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Ula Brunner , 07.03.2007 , letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Eitan Anner

Buch

Eitan Anner

Darsteller*innen

Vladimir Volov, Valeria Voevodin, Talya Raz, Evgenya Dodina, Avi Kushnir,Oksana Korostyshevskaya, Kirill Safonov u. a.

Länge

95 Min

Sprachfassung

deutsche Synchronfassung

Format

35mm, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

3L Filmverleih (Filmlichter)

Festivals

Internationale Filmfestspiele Berlin 2007: Sektion Generation; Kinderfilmfestival Wien 2006: Preis der Kinderjury; Internationales Filmfestival Moskau 2006: Nominierung (Bester Film)

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