Inhalt
Eigentlich hat Chen mit Tanzen gar nichts am Hut, lieber filmt er mit seiner Videokamera die Menschen in seiner Umgebung. Der sensible Junge lebt mit seiner russischen Mutter und seinem israelischen Vater in der israelischen Stadt Ashdod. Seine Eltern streiten sich häufig, und um seine Mutter zu trösten, begleitet er sie zu einem Tanzabend der russischen Gemeinde. Dort verliebt er sich in die gleichaltrige Natalie. Um sie wieder zu sehen, nimmt Chen an dem Tanzkurs teil, den auch Natalie besucht. Doch das ebenso hübsche wie eitle Mädchen hat bereits einen festen Tanzpartner. Chen muss deswegen mit Sharon tanzen, bemüht sich jedoch weiterhin hartnäckig um Natalie. Doch schließlich erkennt er, was wirklich wichtig ist in einer Partnerschaft.
Umsetzung
Im Genre des Tanzfilms erzählt Regisseur Eitan Anner eine Coming-of-Age Geschichte über die Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, ein (Tanz)-Paar zu sein. Dabei konzentriert sich die Erzählperspektive auf den jungen Protagonisten Chen, der aufgrund der eigenen Verliebtheit auch die Beziehungen und Verhaltensregeln der Erwachsenen neugierig hinterfragt. In malerischen Bildern, mit stimmiger Musik und nicht ohne Humor schildert "Love & Dance" die Suche nach Identität und Orientierung, die das Erwachen der Liebe und das Erwachsenwerden häufig begleiten. Zudem reflektiert der Film die soziale und kulturelle Enge der ärmlichen Plattenbausiedlung, in der Chen lebt sowie den problematischen Status russischer Immigranten/innen.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Als gelungene Darstellung der Identitäts- und Orientierungsfindung eines Heranwachsenden verweist "Love & Dance" zugleich auf die generationenübergreifenden Themen von Liebe und gegenseitiger Verantwortung in der Partnerschaft. Dies liefert vor allem für den Sozialkunde- und Ethikunterricht fruchtbare Diskussionsimpulse. Dabei bieten das populäre Genre des Tanzfilms und die Fokussierung auf den Sympathieträger Chen konstruktive Anknüpfungspunkte an jugendliche Lebenswelten und erleichtern die pädagogisch-didaktische Auseinandersetzung. Ein weiterer Aufgabenbereich kann die universelle Problematik der Ausgrenzung ethnischer Minderheiten, im Film über die Situation russischer Migranten/innen thematisiert, darstellen.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Ula Brunner
,
07.03.2007
,
letzte Aktualisierung:
04.10.2016
Regie
Eitan Anner
Buch
Eitan Anner
Darsteller*innen
Vladimir Volov, Valeria Voevodin, Talya Raz, Evgenya Dodina, Avi Kushnir,Oksana Korostyshevskaya, Kirill Safonov u. a.
Länge
95 Min
Sprachfassung
deutsche Synchronfassung
Format
35mm, Farbe
FSK
ab 6 Jahre
Verleih
3L Filmverleih (Filmlichter)
Festivals
Internationale Filmfestspiele Berlin 2007: Sektion Generation; Kinderfilmfestival Wien 2006: Preis der Kinderjury; Internationales Filmfestival Moskau 2006: Nominierung (Bester Film)