Inhalt
Das aufmüpfige Kaninchen Peter stürzt sein Umfeld im ansonsten beschaulichen Nationalpark Lake District permanent ins Chaos. Besonders arg trifft es den Gemüsegarten des ruppigen Mr. McGregor, der eine passionierte Fehde mit dem Langohr austrägt und schon Peters Vater zu Pastete verarbeitete. Seitdem plündern Peter, seine Schwestern Flopsy, Mopsy und Wuschelpuschel sowie der Cousin Benjamin regelmäßig die Beete des Alten. Während einer neuerlichen Attacke erliegt McGregor einem Herzinfarkt und sein nicht minder pedantischer Neffe Thomas aus der fernen Hauptstadt erbt das Grundstück. Der Zwist mit der wilden Nachbarschaft eskaliert weiter, als Peter und Thomas um die Gunst der tierlieben Malerin Bea buhlen, und führt schließlich bis ins betriebsame London.
Umsetzung
Das 1902 publizierte Kinderbuch „The Tale of Peter Rabbit“ der britischen Autorin und Illustratorin Beatrix Potter avancierte rasch zum Bestseller. Nach diversen Zeichentrickadaptionen und der Live-Action-Verfilmung „Trixis Wunderland“ von 1971 präsentiert der erste Kinofilm zum Klassiker die ewige Fehde zwischen Mensch und Tier als modernes Familienabenteuer. Die freie Adaption von Regisseur und Co-Autor Will Gluck setzt mit der Mischung aus Live-Action und ausgereiften Computereffekten vor allem visuelle Highlights. Tollkühne Verfolgungsjagden und viel Slapstick, genretypische Musikeinlagen und die gut aufgelegten menschlichen Hauptdarsteller Rose Byrne und Domhnall Gleeson sorgen für turbulente Unterhaltung. Die versöhnliche Botschaft von der Unteilbarkeit der Liebe und die durch Meta-Kommentare hergestellte ironische Distanz federn einige hinterhältige Gemeinheiten ab.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Peter Hase und seinen Schwestern kommt es nicht in den Sinn, sich an Regeln zu halten. Dies kann zum Anlass genommen werden, mit den Kindern darüber zu sprechen, warum es für das Zusammenleben notwendig ist, Regeln aufzustellen und zu befolgen – und wann es geboten sein kann, Regeln zu missachten. Des Weiteren können sich die Schüler*innen darüber austauschen, was eine Freundschaft auszeichnet und wie Rivalität entsteht. Warum ist es unter Freund*innen wichtig, Kompromisse einzugehen? Ist es mutig, zu seinen Fehlern zu stehen? Zudem offeriert „Peter Hase“ eine medienkundliche Analyse seiner modernen Tricktechnik. Wo liegen Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede zwischen den Strichzeichnungen aus der Buchvorlage und den fotorealistischen CGI-Animationen? Mit welchen Mitteln erzeugen beide Medien die Vermenschlichung der Tiere? Die selbstironischen Off-Kommentare der Erzählerin können das Medienbewusstsein ebenfalls schärfen. Ein Inhaltsvergleich mit älteren Schüler*innen kann aufzeigen, wie der Film die Originalfabel im Sinne einer Kinodramaturgie etwa um eine Romanze und den Tod der Haseneltern erweitert.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Christian Horn
,
06.03.2018
,
letzte Aktualisierung:
05.05.2020
Regie
Will Gluck
Buch
Rob Lieber, Will Gluck nach dem Kinderbuch „Die Geschichte von Peter Hase“ von Beatrix Potter
Darsteller*innen
Sprecher*innen der deutschen Fassung: Christoph Maria Herbst, Jessica Schwarz, Heike Makatsch, anja Kling u. a.
Länge
95 Min
Sprachfassung
deutsche Fassung
Format
digital, Farbe
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
Sony Pictures Entertainment