© Port-au-Prince Pictures 2026

Pferd am Stiel

Deutschland 2025

Ein 13-jähriges Mädchen entdeckt Hobby Horsing für sich – und erlebt dadurch Ausgrenzung und verliert ihre beste Freundin. Dennoch hält sie an ihrem Traum fest, an einer Meisterschaft in Finnland teilzunehmen. Humorvoll erzählt der Film darüber, selbstbestimmt seinen eigenen Weg zu gehen, und lädt zur Auseinandersetzung mit Freundschaften ein.

Genre

Kinder- und Jugendfilm , Roadmovie

Klassenstufe

ab 4. Klasse

Altersempfehlung

ab 9 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Lebenskunde/Ethik, Religion, Kunst

Themen

Freundschaft, Selbstwertgefühl, Identität, Sport, Familie, Ausgrenzung, Social Media

Kinostart

23.04.2026

Dilek ist entsetzt, als ihre beste Freundin Sarah ihr ein Video mit einem Teenager-Mädchen zeigt, das im Wald auf einem Steckenpferd reitet. „Das ist Hobby Horsing“, erklärt Sarah Dilek. Und das möchte sie nun auch ausprobieren. Obwohl Dilek Hobby Horsing schrecklich peinlich findet, begleitet sie Sarah. Als nach der Aktion Videos der beiden in der Klasse die Runde machen, kommt es zum Streit. Dilek wendet sich von Sarah ab – und Sarah findet in Beatrice eine neue Freundin. Beatrice kann tatsächlich reiten, leidet aber unter den viel zu hohen Erwartungen ihrer Mutter. Aus Protest gegen ihre Eltern macht sie sich mit Sarah heimlich auf den Weg nach Finnland, wo diese an einer Hobby Horsing-Meisterschaft teilnehmen will. Während Sarah und Beatrice sich in dem skandinavischen Land zurechtfinden müssen, machen sich ihre Mütter zunehmend Sorgen. Aber durch ihr Video-Tagebuch entsteht zu Hause in München etwas Unerwartetes: Die Klassenkamerad*innen, die Sarah zunächst ausgelacht haben, empfinden zunehmend Respekt vor ihr.
Wenn Sarah ihr neues Hobby ausübt, strahlt sie und ist ganz in ihrer eigenen Welt. Um dies zu visualisieren, wechselt der Film in solchen Szenen die Farbpalette. Die natürlichen Farben verschwinden und tauchen alles in ein künstliches, unwirkliches Licht, während auf der Musikebene durch den Soundtrack Sarahs Stimmungslage gespiegelt wird. Auffällig ist die Bedeutung von Smartphones im Verlauf des Films. Sie sind ständige Begleiter von Sarah, Dilek und Beatrice, die damit ihren Sport dokumentieren und digital teilen. Dabei dienen sie den Protagonistinnen als Mittel zur Selbstvergewisserung und auch Selbstermächtigung, denn die Jugendlichen hinterlassen damit Spuren in ihrem Leben und erzählen darüber, wer sie sind. Negative Seiten sozialer Medien greift der Film auf, wenn die Klassenkamerad*innen Sarah und Dilek heimlich filmen und die Aufnahmen danach verwenden, um sie bloßzustellen und auszugrenzen.
PFERD AM STIEL erzählt von einem 13-jährigen Mädchen, das entgegen allen Vorurteilen und Anfeindungen seinen Weg weiterverfolgt. Damit führt Sarah beispielhaft vor, wie wichtig Selbstwertgefühl ist – und wie es ihr dadurch sogar gelingt, andere zu beeindrucken und umzustimmen. Gerade durch die Rolle von Sarahs bester Freundin Dilek regt der Film zum Nachdenken darüber an, wie die Schüler*innen sich an deren Stelle verhalten hätten und was eine gute Freundschaft auszeichnet. Am Beispiel der Geschichte von Beatrice wiederum lässt sich besprechen, welche Folgen Leistungsdruck und zu hohe Erwartungshaltungen von Eltern haben können und wie damit umgegangen werden kann. Nicht zuletzt lädt der Film dazu ein, die vielschichtige Darstellung sozialer Medien genauer zu betrachten und eigene Nutzungsgewohnheiten und -erfahrungen damit zu reflektieren. Digitale Bildbearbeitung kann eingesetzt werden, um reale Fotos farblich in Anlehnung an die entsprechenden Filmszenen zu verfremden. Dabei kann mit Farbwirkungen und -stimmungen kreativ experimentiert werden.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Stefan Stiletto , 26.03.2026 , letzte Aktualisierung: 27.03.2026

Regie

Sonja Maria Kröner

Buch

Gerlind Becker

Darsteller*innen

Manon Debaille, Chiara Kitsopoulou, Aurelia Ott, Lana Cooper, Valerie Koch, Arton Malaj u. a.

Länge

81 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, barrierefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

Verleih

Port-au-Prince Pictures

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