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Prinzessin Mononoke

Japan 1997

Ein junger Prinz gerät in eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Arbeitern einer Eisenhütte und den Tieren und Göttern des nahe gelegenen Waldes. Der epische Zeichentrickfilm von Hayao Miyazaki verhandelt im Rahmen einer fantastischen Geschichte das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Technik und fordert sein Publikum dabei immer wieder heraus, seinen Standpunkt zu überdenken und unter die Oberfläche zu blicken.

Originaltitel

Mononoke-hime

Genre

Anime , Fantasy , Abenteuerfilm

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Ethik, Religion Kunst

Themen

Abenteuer, Religion/Glaube, Umwelt, Technik, Industrialisierung, Geschichte, Filmgeschichte, Filmklassiker

Kinostart

12.02.2026

Seitdem der junge Prinz Ashitaka in einem Kampf von einem verfluchten Keiler verletzt wurde, schwebt er in Lebensgefahr. Gelingt es ihm nicht herauszufinden, woher der Keiler kam und wodurch er verwandelt wurde, droht auch Ashitaka an dem Fluch zu sterben. Auf seiner Reise gelangt er in ein Eisenwerk, das von der Herrin Eboshi geleitet wird. Um Eisenerz zu gewinnen, lässt sie den Wald roden und führt einen Krieg gegen die Waldgötter. Zu jenen zählt auch die Wölfin Moro, in deren Rudel die menschliche San – von den Eisenhüttenbewohnern auch als „Prinzessin Mononoke“ (Dämonenprinzessin) bezeichnet – lebt. Bei dem Versuch, zwischen den Waldbewohnern und den Menschen aus der Eisenhütte zu vermitteln, gerät Ashitaka zunehmend zwischen die Fronten.
Hayao Miyazaki öffnet in seinem weitgehend handgezeichneten Film die Tür in eine historisch anmutende, aber doch auch fantastische Welt, in der Gottheiten in unterschiedlichsten Formen lebendig werden. Nicht selten wirken die Wesen – etwa das Wolfsrudel oder die Wildschweinrotte – rau und gefährlich, manchmal auch schlicht hässlich. Doch je mehr der Film über sie erzählt, desto klarer werden ihre Motive sichtbar. Ebenso geht Miyazaki auch mit der Charakterisierung der Menschen um, die sich nicht leicht einordnen lassen und zumeist sowohl gute als auch negative Seiten zeigen. Gerade diese Ambivalenz ist typisch für viele Animes und macht deren Reiz aus. Während actionreiche Szenen durch ihre inszenatorische Nähe zu Realfilmen beeindrucken, sorgen kontemplative Szenen für Ruhe.
PRINZESSIN MONONOKE spielt in einer Zeit des Umbruchs: Neue technologische Entwicklungen verändern die Machtverhältnisse und eröffnen neue Möglichkeiten. Doch Miyazaki zeigt sich skeptisch. Um das Eisenerz für die Produktion zu gewinnen, holzen die Menschen den naheliegenden Wald ab, werden immer gieriger, überheblicher und grausamer. Dies kann dazu anregen, zunächst im Kontext der Filmhandlung und danach allgemein über markante Fortschritte im Laufe der menschlichen Entwicklung nachzudenken und diese kritisch zu hinterfragen: Welche Errungenschaften haben sie gebracht? Welche negativen Entwicklungen waren damit verbunden? Und ließe sich nicht beides in Einklang bringen? Die Frage, wie ein harmonisches Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Technik aussehen kann, ist charakteristisch für das Werk von Hayao Miyazaki und hat seine Wurzeln auch in der japanischen Shinto-Religion, die im Anschluss an PRINZESSIN MONONOKE ebenfalls betrachtet werden kann. Darüber hinaus bietet sich auch ein Blick auf die Ästhetik und die dramaturgischen Besonderheiten von Animes an. So kann etwas das Figurendesign genauer unter die Lupe genommen oder besprochen werden, wie Gut-Böse-Klischees aufgelöst werden.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Stefan Stiletto , 02.02.2026 , letzte Aktualisierung: 04.02.2026

Regie

Hayao Miyazaki

Buch

Hayao Miyazaki

Länge

134 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung, japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Format

digital, Farbe, restauriert in 4k und für IMAX

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Wild Bunch Germany

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