Filmplakat Strajk - Die Helden von Danzig

Strajk Die Heldin von Danzig

Deutschland, Polen 2006

Danziger Leninwerft: Die Schweißerin Agnieszka ist "Heldin der Arbeit" und Außenseiterin unter den Kollegen. Das Blatt wendet sich, nachdem Agnieszka sich zur Kranführerin hochgearbeitet hat und die Arbeitsbedingungen auf der Werft für alle spürbar schlechter werden.

Originaltitel

Strajk

Genre

Drama , (Historien-)Drama

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 13 Jahre

Unterrichtsfächer

Politik, Geschichte

Themen

Arbeit, Armut, Demokratie, Sozialismus, Solidarität, Streik

Kinostart

08.03.2007

Danziger Leninwerft: Die Schweißerin Agnieszka ist "Heldin der Arbeit" und Außenseiterin unter den Kollegen. Das Blatt wendet sich, nachdem Agnieszka sich zur Kranführerin hochgearbeitet hat und die Arbeitsbedingungen auf der Werft für alle spürbar schlechter werden. Die einstige Heldin der Arbeit wird zu einer wichtigen Ansprechpartnerin für die Werftarbeiter und schließlich zur Symbolfigur des Arbeitskampfes. Als Agnieszka wegen des Aufrufs zum Streik entlassen wird, entsteht eine Solidaritätsbewegung, die zur Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc unter Lech Walesa führt und aus Agnieszka die "Heldin von Danzig" macht.
Der Film "Strajk" erzählt aus der Biographie der Solidarność-Gründerin Anna Walentynowicz, die stellvertretend für die Geschichte Polens zwischen 1961 und 1981 steht. Der Plot des Films orientiert sich an den wichtigsten Ereignissen dieser Zeit und erzählt diese überwiegend in Zeitsprüngen. Dass es sich um einen historischen Stoff handelt, transportiert der Film durch die in die laufende Spielfilmhandlung integrierten dokumentarischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen von polnischen Werftarbeitern und Fernsehbilder beispielsweise vom Mauerbau (1961) oder von Willy Brandts Kniefall vor dem Ehrenmal des jüdischen Ghettos in Warschau (7. Dezember 1970). Die Bildästhetik ist besonders durch geringe Farbigkeit gekennzeichnet. Der zeitgemäße Elektro-Jazz von Jean Michel Jarre bildet einen Kontrast zu den trist wirkenden Bildern.
Mit dem Film "Strajk" lässt sich in die Geschichte Polens seit 1961 und in die der Solidarność-Bewegung einführen. Allerdings sollte dies nicht rein illustrativ geschehen, sondern die Überzeugungskraft des Films anhand seiner ästhetischen Gestaltung überprüft werden. Das Verfahren des Gegeneinanderschneidens von dokumentarischem Material und Spielfilmbildern und auch die Unterschiede zwischen diesen Bildern können mit Schülern herausgearbeitet werden. So wie zu untersuchen wäre, ob die historischen Schwarz-Weiß-Bilder und die Spielfilmbilder wirkungsvoll aneinander montiert sind, sollte auch die Bild-Ton-Montage einer solchen Prüfung unterzogen werden.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Stefanie Schlüter , 01.02.2007 , letzte Aktualisierung: 05.10.2016

Regie

Volker Schlöndorff

Buch

Andreas Pflüger, Sylke Rene Meyer

Darsteller*innen

Katharina Thalbach, Dominique Horwitz, Andrzej Chyra, Dariusz Kowalski, Barbara Kurzaj, Maria Maj, Ewa Telega

Länge

108 Min

Sprachfassung

Deutsch, Polnisch, Englisch mit Untertiteln

Format

35mm, Farbe und schwarz-weiß

FSK

ab 12 Jahre

Verleih

Progress Film-

Impressum
Sitemap
Datenschutz