Inhalt
Danziger Leninwerft: Die Schweißerin Agnieszka ist "Heldin der Arbeit" und Außenseiterin unter den Kollegen. Das Blatt wendet sich, nachdem Agnieszka sich zur Kranführerin hochgearbeitet hat und die Arbeitsbedingungen auf der Werft für alle spürbar schlechter werden. Die einstige Heldin der Arbeit wird zu einer wichtigen Ansprechpartnerin für die Werftarbeiter und schließlich zur Symbolfigur des Arbeitskampfes. Als Agnieszka wegen des Aufrufs zum Streik entlassen wird, entsteht eine Solidaritätsbewegung, die zur Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc unter Lech Walesa führt und aus Agnieszka die "Heldin von Danzig" macht.
Umsetzung
Der Film "Strajk" erzählt aus der Biographie der Solidarność-Gründerin Anna Walentynowicz, die stellvertretend für die Geschichte Polens zwischen 1961 und 1981 steht. Der Plot des Films orientiert sich an den wichtigsten Ereignissen dieser Zeit und erzählt diese überwiegend in Zeitsprüngen. Dass es sich um einen historischen Stoff handelt, transportiert der Film durch die in die laufende Spielfilmhandlung integrierten dokumentarischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen von polnischen Werftarbeitern und Fernsehbilder beispielsweise vom Mauerbau (1961) oder von Willy Brandts Kniefall vor dem Ehrenmal des jüdischen Ghettos in Warschau (7. Dezember 1970). Die Bildästhetik ist besonders durch geringe Farbigkeit gekennzeichnet. Der zeitgemäße Elektro-Jazz von Jean Michel Jarre bildet einen Kontrast zu den trist wirkenden Bildern.
Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit
Mit dem Film "Strajk" lässt sich in die Geschichte Polens seit 1961 und in die der Solidarność-Bewegung einführen. Allerdings sollte dies nicht rein illustrativ geschehen, sondern die Überzeugungskraft des Films anhand seiner ästhetischen Gestaltung überprüft werden. Das Verfahren des Gegeneinanderschneidens von dokumentarischem Material und Spielfilmbildern und auch die Unterschiede zwischen diesen Bildern können mit Schülern herausgearbeitet werden. So wie zu untersuchen wäre, ob die historischen Schwarz-Weiß-Bilder und die Spielfilmbilder wirkungsvoll aneinander montiert sind, sollte auch die Bild-Ton-Montage einer solchen Prüfung unterzogen werden.
Veranstaltungen
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit
einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind
wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.
Autor*in: Stefanie Schlüter
,
01.02.2007
,
letzte Aktualisierung:
05.10.2016
Regie
Volker Schlöndorff
Buch
Andreas Pflüger, Sylke Rene Meyer
Darsteller*innen
Katharina Thalbach, Dominique Horwitz, Andrzej Chyra, Dariusz Kowalski, Barbara Kurzaj, Maria Maj, Ewa Telega
Länge
108 Min
Sprachfassung
Deutsch, Polnisch, Englisch mit Untertiteln
Format
35mm, Farbe und schwarz-weiß
FSK
ab 12 Jahre
Verleih
Progress Film-