Filmplakat zu "Transnationalmannschaft"

Transnationalmannschaft

Deutschland 2011

Der Dokumentarfilm Transnationalmannschaft führt den Zuschauer in das Mannheimer Migrantenviertel Jungbusch: In zahlreichen Interviews, die während der Fußballweltmeisterschaft 2010 aufgezeichnet wurden, kreist der Film unter anderem die Begriffe Heimat, Nation und Nationalelf ein, spürt den individuellen Geschichten der Protagonisten nach und skizziert dabei auch die Historie des Stadtviertels. Ein ambitionierter Gegenentwurf zur vertrackten Debatte über „Multikulti“.

Originaltitel

Transnationalmannschaft

Genre

Dokumentarfilm

Klassenstufe

ab 7. Klasse

Altersempfehlung

ab 12 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Medienkunde, Sozialkunde, Religion/Ethik, Geschichte

Themen

Multikulturelle Gesellschaft, Identität, Heimat, Kommunikation, Medien

Kinostart

02.06.2011

Transnationalmannschaft ist ein Dokumentarfilm über das multiethnische Stadtviertel Jungbusch in Mannheim. Aufgezeichnet während der Fußballweltmeisterschaft 2010, kommen Menschen zu Wort, deren Herkunft so vielfältig ist wie die der Nationalelf. Der Film dokumentiert einerseits die kollektiven Erfahrungen während der WM, andererseits fragt er nach individuellen Auffassungen von Heimat und Nation. Gleichsam wird ein multikultureller Mikrokosmos vorgestellt, dessen Geschichte vom Rotlichtbezirk und sozialem Brennpunkt bis hin zum Szeneviertel reicht.
Regisseur und Ethnologe Philipp Kohl wagt sich mit seinem Erstlingswerk auf ein ebenso komplexes wie besetztes Themenfeld. „Multikulti", so will er mit seiner Kreuzung aus dokumentarischem „Fußball- und Heimatfilm" aufzeigen, funktioniert vielerorts anders, als es Politik und Medien vermitteln (wollen). In seinen besten Momenten pendelt der Film zwischen Alltäglichem und Außergewöhnlichem und zeichnet Verbindungslinien zwischen kulturellen Spielregeln und Identitäten. Kohl sucht stets die Nähe zu seinen Protagonisten und übersetzt deren tiefe Verbundenheit zu ihrem Stadtviertel in eine filmische Liebeserklärung an den Jungbusch.
Transnationalmannschaft funktioniert als Kontrapunkt zur aktuell geführten Debatte rund um das politische Schlagwort „Multikulti". Diesbezüglich sollten im Vorfeld des Kinobesuchs die Begriffe Multi- und Transkulturalität geklärt werden. Ergänzend zu den Fragen, die Kohl seinen Protagonisten stellt, sollten auch folgende Aspekte im Rahmen einer Nachbereitung diskutiert werden: Welche Argumente werden von Seiten der Politik und der Medien ins Feld geführt? Welche Aussagen der Protagonisten sind diesbezüglich von besonderem Interesse? Wie ist der von Kohl gewählte Ausschnitt beziehungsweise Zeitraum seiner Dokumentation (Jungbuschler während der WM) zu bewerten? Insgesamt Film, der zudem Impulse in Hinblick auf Identitätsfragen, Fremderfahrungen und adäquate Kommunikationsformen setzt.
Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autor*in: Carsten Siehl , 21.04.2011 , letzte Aktualisierung: 04.10.2016

Regie

Philipp Kohl

Buch

Philipp Kohl

Darsteller*innen

Jungbuschler Protagonisten: Norman (Sozialarbeiter), Mücahit (Schüler), Ingo (Kneipier), Bashir (Gemischtwarenhändler), Suzanna (Polizistin), Nima (Student), Renate (Lehrerin), Hüseyin (Rechtsanwalt), Bernhard (Verleger), Saki (Gastronom) u.a.

Länge

94 Min

Sprachfassung

deutsche Fassung

Format

HDCam, Farbe

FSK

ohne Altersbeschränkung

Verleih

Projektorfilm

Festivals

Filmschau Baden Württemberg 2010

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