Stummfilm-Musik-Projekt mit Berliner Schülerinnen und Schüler zum 10-jährigen Jubiläum der VISION KINO

Eunice Martins und Laura Mello bei einem Projekt mit Kindern

Zur 10-jährigen Jubiläumsfeier der VISION KINO am 3. November 2015 vertonten Berliner Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 16 Jahren in einem Workshop internationale Stumm-, Experimental- und Animationsfilme, darunter der Klassiker Le Voyage dans la Lune von Georges Méliès (Die Reise zum Mond, Frankreich 1902), Hans Richters Rhythmus 23 (Deutschland 1923), die Stop-Motion-Animation Dwightiana von Marie Menken (USA 1958) oder auch die aktuelle Produktion High Wool (Nikolai Maderthoner, Moritz Mugler, Deutschland 2013). Die Aufführung war Teil der Feierlichkeiten, zu denen auch Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und der Präsident der Filmförderungsanstalt Prof. Dr. h.c. Bernd Neumann erwartet wurden. 

Projektverlauf

An fünf Tagen in den Herbstferien komponierten und probten die Schülerinnen und Schüler mit den beiden Komponistinnen und Improvisationskünstlerinnen Eunice Martins und Laura Mello ihre eigenen Stücke im Kino Arsenal am Potsdamer Platz. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler mit und ohne musikalische Vorbildung. Die Teilnahme war kostenlos.

Eunice Martins

Geboren 1965 in Berlin. Studium Schulmusik an der Hochschule der Künste, Berlin und Klavier und Komposition für Film an der Musikakademie Wiesbaden. Seit 2000 Hauspianistin des Kino Arsenal - Institut für Film- und Videokunst. Mit Kompositionen und Improvisationen zu Stummfilmen Gast bei zahlreichen Festivals, Theater und Kinematheken: Hong Kong International Film Festival, Le Giornate del Cinema Muto Pordenone, Il Cinema Ritrovato, Bologna, Jornada do Cinema Silencioso Sao Paulo, Istanbul International Film Festival, Internationale Filmfestspiele Berlin, National Theater Taipei, Taiwan, Auditorium du Louvre, Paris, Cinematek Royale Brüssel, S8 Festival do Cinema Périférico, u.a.

Lehraufträge an der Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main, Universität Paderborn, Université Lille 3. Masterclasses/Seminare an der Hong Kong Academy of Performing Arts, Tainan Womens College for Arts, Taiwan,  Tbilisi Film Festival, Cinemateca Brasileira São Paulo, Cinematek Brüssel.

Schulprojekte in Berlin im Rahmen von sonONOlux I & II und Das Arsenal Filmatelier.

Laura Mello

Geboren 1972 in Blumenau, Brasilien, Laura Mello hat Komposition und Kommunikationswissenschaft in Brasilien, Wien und Berlin studiert. Seit 2006 lebt und arbeitet sie in Berlin als Komponistin, Musikerin und Übersetzerin. Ihr Werk umfasst instrumentale, elektroakustische und intermediale Kompositionen, Performances und Klanginstallationen.

2005 erhielt sie den Theodor Körner Preis der Arbeiterkammer Österreich für das intermediale Konzept On the phone, 2009 den Publikumspreis für die Installation City Sutartines - Five Senses of Vilnius. 2010 erhielt sie zusammen mit VELAK für die Konzertreihe Donauwellen – BerlinWieInWien eine Nominierung für den Innovationspreis der IG-Kultur Wien.

2008 - 2013 war sie in Berlin im Kunstpädagogischen Projekt Querklang beteiligt. Seit 2013 leitet sie eigene Projekte an Berliner Schulen wie die vom Projektfonds Kulturelle Bildung gefördeten Gelber Klang, Rosa Rauschen und SonONOlux, deren Ziel die Vermittlung und Auseinandersetzung mit Klang und Musik in Zusammenhang mit frühen und experimentellen Filmformen ist.

Ansprechpartnerin

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Maren Wurster

Bis Ende 2016 in Elternzeit

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