Paternal Leave

Tochter und Vater zwischen Fremdheit und Beziehung

Leo, eine Teenagerin aus Berlin, reist allein in einen italienischen Küstenort, um ihren leiblichen Vater Paolo erstmals zu treffen. Die Begegnung ist von Zurückhaltung und Spannung geprägt, da beide keine gemeinsame Vergangenheit haben und sprachliche Barrieren die Annäherung erschweren. Der Film begleitet ihr vorsichtiges Abtasten und zeigt, wie Nähe, Verantwortung und familiäre Rollen jenseits klassischer Strukturen entstehen oder scheitern können. Nebenfiguren wie der gleichaltrige Edoardo erweitern den Blick um Themen wie familiäre Ablehnung, Identität und Selbstbehauptung.

PATERNAL LEAVE bietet einen sensiblen Zugang zu Themen wie Familie, Identität, Verantwortung und zwischenmenschliche Verständigung. Für den Unterricht eröffnet der Film vielfältige Perspektiven: auf Familienbilder jenseits des klassischen Modells, auf Erwartungen an Väter und Kinder, auf Sprachlosigkeit, Verletzlichkeit und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Der Film kann Anlass sein, über Männlichkeitsbilder und das Aushalten von Unsicherheit zu sprechen, auch jenseits binärer Vorstellungen. Die ruhige filmische Gestaltung mit langen Einstellungen, wenigen Worten und vielschichtigen Bildern eignet sich besonders zur Analyse nonverbaler Kommunikation und ästhetischer Mittel. Auch die Sprachvielfalt kann thematisiert werden: als Spiegel von Fremdheit, Annäherung und innerem Ringen.

Das Unterrichtsmaterial lädt ein zu offenen Diskussionen, kreativen Aufgaben sowie feinfühliger Filmanalyse und sensibilisiert für leise, aber tiefgehende Geschichten des Erwachsenwerdens.

Klassenstufe/Altersempfehlung: ab 10. Klasse/ab 15 Jahre

Fächer: Deutsch, Ethik, Sozialkunde, Religion, Englisch, Italienisch

Themen: Vater-Tochter-Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Entfremdung, Familie, Sprachlosigkeit, LGBTQIA*, Homophobie, Herkunft, Gewalt, Gender/Geschlechterrollen, Verantwortung

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