Filmplakat Der Pfad

Der Pfad

Deutschland, Spanien 2021

Im von Nazi-Deutschland besetzten Frankreich versuchen der 12-jährige Rolf und sein Vater, über die französisch-spanische Grenze in Richtung Portugal zu entkommen. Den Weg in die Freiheit kennt Núria, sie führt die beiden auf Schmugglerpfaden durch die Pyrenäen. Als Rolfs Vater von den Deutschen entdeckt und festgenommen wird, sind die Kinder auf sich allein gestellt.

Genre

Drama, Kinder- und Jugendfilm, Abenteuerfilm, Literaturadaption

Klassenstufe

5. bis 0. Klasse

Altersempfehlung

10 bis 0 Jahre

Unterrichtsfächer

Deutsch, Geschichte, Ethik, Religion, Kunst, fächerübergreifend: Demokratieerziehung

Themen

Flucht, NS-Diktatur, Zweiter Weltkrieg, Verfolgung politisch Andersdenkender im Nationalsozialismus, Transitraum, Freundschaft, Solidarität

Kinostart

17.02.2022

Inhalt


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Rolf und sein in Deutschland politisch Verfolgter Vater Ludwig sind auf der Flucht: im von Nazi-Deutschland besetzten Frankreich versuchen sie 1940 über die französisch-spanische Grenze in Richtung Portugal zu entkommen. Dort wollen sie ein Schiff nach New York erreichen, wo bereits Rolfs Mutter auf die beiden wartet. Den Weg in die Freiheit kennt Núria, die Tochter tot geglaubter spanischer Freiheitskämpfer. Sie führt Vater und Sohn über einen Schmugglerpfad durch die Pyrenäen. Als Rolfs geliebter Hund Adi auf dem von den deutschen Besatzern kontrollierten Weg ihre Anwesenheit verrät, stellt sich Ludwig den Soldaten, um die Kinder zu retten. Núria führt den verzweifelten Rolf weiter bis zur spanischen Grenze. Doch für Rolf steht fest: ohne Ludwig kann er nicht fliehen. Mit aller Macht klammert er sich an Núria und die Hoffnung, den Vater wiederzufinden.

Umsetzung


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Angelehnt an historische Begebenheiten wurde DER PFAD teilweise an Originalschauplätzen gedreht. Der als Abenteuerfilm für Kinder angelegte Plot begleitet die beiden gegensätzlichen Charaktere Rolf und Núria auf einem gemeinsamen Weg ins Ungewisse und behandelt die Themen Flucht und Verfolgung im historischen Kontext mit Verweisen auf die Situation heutiger Kinder, die gezwungen sind mit ihren Eltern ihr Heimatland zu verlassen. Zwar erleben die ca. 12-Jährigen dramatische, spannende und auch lebensbedrohliche Situationen, aber die Dramaturgie der Filmerzählung lässt für das junge Publikum genügend Raum für Komik, Humor und Ironie. DER PFAD lebt von der außergewöhnlichen Begabung der jungen Darsteller*innen, ist sorgfältig inszeniert und schafft durch eine gelungene Kameraarbeit im Setting der Pyrenäen sowie durch überzeugende Gewerke wie Kostüm und Filmmusik für den deutschen Kinderfilm rare Kinomomente.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit


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Das Thema Flucht im historischen Kontext des von Deutschland besetzten Frankreich verweist auf heutige Schicksale. Schüler*innen können am Beispiel der Identifikationsfiguren Núria und Rolf nachvollziehen, was es bedeuten könnte von den Eltern getrennt auf der Flucht und auf sich allein gestellt zu sein. Die Filmhandlung bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit Fluchtursachen auseinander zu setzen. Beide inhaltlichen Anknüpfungspunkte fördern die Empathiefähigkeit der Schüler*innen für die Situation geflüchteter Menschen. Die Geschichte wirft mit der Konstellation „gut oder böse“, mit der Sohn und Vater spielen, komplexe moralische Fragen auf. Auch die Frage, ob Rolf Schuld trägt an der Inhaftierung des Vaters, kann dabei erörtert werden. Rolfs und Núrias Beziehung, in der sich Misstrauen in Freundschaft wandelt, regt an, über Themen wie Toleranz und Zusammenhalt nachzudenken. Der Film bietet viele filmsprachliche Aspekte, zum Beispiel kann analysiert werden, mit welchen filmdramaturgischen Gestaltungsmitteln es gelingt, dass Rolfs und Núrias Abenteuer für uns Zuschauer*innen als spannend empfunden werden.

Veranstaltungen


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Wenn Sie Interesse an einer Schulkinoveranstaltung haben, setzen Sie sich bitte mit einem Kino in Ihrer Umgebung in Verbindung. Dort wird man Sie gern beraten. Gern sind wir Ihnen auch bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Autorin: Gabriele Blome, 11.01.2022, letzte Aktualisierung: 15.02.2022

Regie

Tobias Wiemann

Buch

Rüdiger Bertram, Jytte-Merle Böhrnsen nach der Romanvorlage von Rüdiger Bertram „Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit“

Darsteller/innen

Julius Weckauf, Nonna Cardoner, Volker Bruch u. a.

Länge

100 Min

Sprachfassung

deutsche Originalfassung, barrierefreie Fassungen über Greta & Starks verfügbar

Format

digital, Farbe

FSK

ab 6 Jahre

FBW

Prädikat "besonders wertvoll"

Verleih

Warner Bros.

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