Schulprojekt der Berlinale 2026

Das Berlinale Schulprojekt ermöglicht Schulklassen Filmerlebnisse bei einem der wichtigsten Filmfestivals weltweit. Im Anschluss an den Film/an die Filme arbeiten die Schüler*innen an einem gemeinsamen kreativen oder filmpraktischen Projekt zum Film, das ihnen neue Perspektiven auf sich selber, ihre Mitschüler*innen, auf Filme, Kunst und unsere sich stetig veränderde Welt vermittelt.  

22 Schulklassen aus Grund- und Oberschulen in Berlin und Brandenburg hatten die einmalige Gelegenheit, Festivalluft zu schnuppern und die spannenden filmischen Werke in der Sektion Generation Kplus und Generation 14plus zu sichten. Die Medienpädagog*innen Dr. Martin Ganguly und Kathrin Hillers unterstützten die Lehrkräfte bei der Filmauswahl und betreuten die anschließenden Projekte.

Bei den Abschlussveranstaltungen präsentierten die teilnehmenden Schüler*innen ihre Projektergebnisse: Schüler*innen und Lehrkräfte der Grundschulen wurden eingeladen, um sich an Projektstationen zu ihren Festivalerlebnissen und der nachfolgenden Auseinandersetzung mit dem Film auszutauschen. Für die Abschluss-Präsentationen der Oberschulen trafen sich Schüler*innen und Lehrkräfte im großen Saal des Kinos Babylon in Berlin Mitte: Die Schüler*innen zeigten ihre fünf- bis siebenminütigen Filme über ihre Projektarbeit und kamen dann für ein Q&A auf die Bühne.

Die Ideen und Fragen, die die Lerngruppen verfolgten, haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt. 

Weiterführende Links

Website der Berlinale

Kplus Kurzfilme 2

Yerçekimi / Schwerkraft, von Dalya Keleş; Türkei; 16 Min. Zum Film

Abracadabra, von Amay Mehrishi, Vereinigtes Königreich / Indien 2026, Hindi, Englisch, 20' Zum Film

En, ten, týky! / Eeny, Meeny, Miny, Moe! / Ene, mene, muh!, von Andrea Szelesová, Tschechien / Slowakei 2026, ohne Dialog 11' Zum Film

Ni chui do wo chui si / Tutti, von Zhuang Rong Zuo, Taiwan 2026, Mandarin, 18' Zum Film

Spî / White / Weiß, von Navroz Shaban, Autonome Region Kurdistan 2026, Kurdisch, 12' Zum Film

Bats & Bugs

Regie: Lena von Döhren; Schweiz; 11 Min.
empfohlen ab 5 Jahren

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Im tiefen Dschungel geht alles seinen gewohnten Gang. Doch wenn nachts eine Laterne aufleuchtet, bricht Chaos unter den Tieren aus. Unzählige Insekten werden von dem Leuchten magisch angezogen und geraten in eine seltsame Trance. Durch das ungewöhnliche Treiben erwacht eine Fledermausfamilie. Während die großen Fledermäuse das helle Spektakel für die Jagd nutzen, rettet das kleine Fledermauskind ein Glühwürmchen, eine Fliege und einen Falter. Am nächsten Abend erstrahlt die Laterne erneut, und die kleine Fledermaus versucht alles, um die Tiere vor dem Bann des gefährlichen Lichts zu schützen. Als sie sich dabei verletzt, sind die Insekten sofort für sie da: was für ein Glück!

Under The Wave off Little Dragon

Regie: Luo Jian; Vereinigtes Königreich; 14 Min.
empfohlen ab 05 Jahren

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In einem walisischen Küstenort läuft die kleine Feifei geschäftig im chinesischen Imbiss ihrer Familie umher, bis eine traurige Entdeckung sie innehalten lässt: Ihr geliebter Goldfisch ist aus dem Glas gesprungen. Warum tut ein Fisch so etwas? Feifei versteht die Welt nicht mehr. Ihre Mutter versucht, sie mit einem chinesischen Volksmärchen von Fischen und Drachen zu trösten, aber Feifei ist skeptisch. Sie hat schon Briefe an den Weihnachtsmann geschrieben, doch einen Drachen hat sie noch nie nach Geschenken gefragt. Sie war schließlich auch noch nie in China. Mit einem Streifzug durch den Ort begibt sich Feifei auf eine ganz eigene Reise. Am Meer spülen leuchtende Wellen sanft eine Antwort an die Küste, und als Feifei einen „Drachen“ sieht, ist der Mythos nicht länger bloß ein Mythos. Er wird zu einer Möglichkeit, die Welt zu verstehen.

A Fabulosa Máquina do Tempo

(Die fabelhafte Zeitmaschine) Regie: Eliza Capai; Dokumentrafilm; Brasilien; 70 Min.
empfohlen ab 10 Jahren

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„Am Anfang war alles dunkel. Dann hat Gott angefangen zu spielen und sich alle Dinge ausgedacht. Er hat den Mann aus Lehm erschaffen und die Frau aus dem Mann ... Wären Frauen anders, wenn sie auch aus Lehm erschaffen worden wären? Ich bin froh, dass ich noch keine Frau bin. Weder ich noch meine Freundinnen.“ – So beginnt A Fabulosa Máquina do Tempo. Aus der Perspektive eines zehnjährigen Mädchens erzählt begleitet der Film sie und ihre Freundinnen auf ihrem Weg von der Kindheit zur Jugend. Sie leben in Häusern mit Lehmböden und ohne fließendes Wasser in der Trockenheit brasilianischen Sertão und wissen, dass sie auch Vorteile genießen – sie können essen, lernen, spielen und von einer besseren Zukunft träumen. Die Mädchen erfinden Zeitmaschinen und reisen in eine Vergangenheit, in der es nur um das pure Überleben ging. Spielerisch setzen sie sich mit komplexen Themen wie Geschlechterunterschieden, Alkoholismus und Religion auseinander, scherzen über den Tod, über Frustrationen und Ängste. Kindliche Unschuld weicht allmählich einer Mischung aus Neugier und Angst vor dem Erwachsenwerden. Als sie erkennen, dass es sinnlos ist, gegen den Lauf der Zeit anzukämpfen, reisen sie in die Zukunft und malen sich aus, unabhängige und erfolgreiche Frauen zu werden.

Feito Pipa

(Gugus Welt) Regie: Allan Deberton, Brasilien 2026; 93 Min.
empfohlen ab 12 Jahren

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Gugu ist fast zwölf und träumt davon, Fußballspieler zu werden. Am Araújo-Lima-Stausee, der langsam austrocknet und die gespenstischen Überreste einer versunkenen Stadt freigibt, wächst er unter der liebevollen Obhut seiner Großmutter Dilma auf. Deren Aufgeschlossenheit und Herzlichkeit gibt ihm den Raum, einfach er selbst zu sein. Ihre stille, aber starke Bindung schützt die beiden vor der Ablehnung von Gugus Vater und den Menschen um sie herum. Als alte Erinnerungen wieder auftauchen, beginnen zunächst kaum merkliche Veränderungen ihr gewohntes Zusammenleben durcheinanderzubringen. Dilma wird immer gebrechlicher, und aus der Sorge, den einzigen sicheren Ort zu verlieren, den er je gekannt hat, wächst Gugus Entschlossenheit, ihre Welt intakt zu halten.

Kplus Kurzfilme 3

Riding Time, von Roopa Gogineni Vereinigtes Königreich / Frankreich 2025, 19', Englisch, Punjabi  Zum Film

Imaginarni brojevi / Imaginary Numbers von Jelica Jerinić, Serbien / Kroatien 2026, 16', Serbisch Zum Film

Speedy von Oh Jiin, Südkorea 2025, 17’, Koreanisch Zum Film

Whale 52 – Suite for Man, Boy, and Whale von Daniel Neiden, USA 2026, 11’, Animation, Englisch Zum Film
 

14plus Kurzfilme 1

Allá en el cielo/ Nobody knows the World von Roddy Dextre, 18’, Peru, Sprache: Spanisch/UT
Englisch Zum Film

Ni‘er /The Girl von Merlin Flügel, Südkorea 2023, 28, Deutschland, S/W, ohne Dialog Zum Film

The Thread von Fenn O’Meally, Südkorea 2023, 15’, GB, Sprache: Englisch/ UT: Englisch Zum Film

Hotel Oblique von Tan Yucheng, Südkorea 2023, 20’, VR China, Sprache: Mandarin/UT Englisch Zum Film

Memories of a Window von Mehraneh Saliman, 192, USA, Iran, Sprache: Farsi/UT Englisch Zum Film
 

14Plus Kurzfimle 2

Cuando llegue a casa / When I Get Home, von Edgar Adrián, Mexiko 2026, Spanisch, 20' Zum Film

C’est ma soeur / That’s My Sister, von Zoé Pelchat, Kanada 2026, Französisch, 15' Zum Film

Jülapüin Yonna / The Dream of Dance, von Luzbeidy Monterrosa Atencio, Kolumbien 2026, Wayuunaiki, 16' Zum Film

Mambo Kids, von Emanuele Tresca, Italien 2026, Italienisch, 20' Zum Film

Scorching, von Wang Beidi, Volksrepublik China 2026, Kantonesisch, Mandarin, 18' Zum Film

No Salgas

(Don’t Come Out) Regie: Victoria Linares Villegas; Dominikanische Republik; 105 Min.
empfohlen ab 16 Jahren

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Liz, eine ungeoutete Studentin, die sich als heterosexuell ausgibt, wird noch immer vom grausamen Tod ihrer Freundin Wendy verfolgt. Auf einem Wochenendausflug mit Freund*innen sucht sie Abstand vom Alltag. Doch als sie sich einer mysteriösen Frau annähert, wecken unbewältigter Kummer und lange unterdrückte Sehnsüchte etwas Unnatürliches in ihr. Eine unsichtbare Kraft breitet sich in der Gruppe aus, verwandelt Misstrauen in Gewalt und droht, alles zu zerstören. In einer Gesellschaft, in der Sichtbarkeit gefährlich sein kann, muss Liz sich nicht nur ihrer Trauer stellen, sondern auch dem brutalen Preis dafür, sie selbst zu sein.

Matapanki

Regie: Diego "Mapache" Fuentes; Chile; 71 Min.
empfohlen ab 14 Jahren

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Ricardo ist ein Punk. Er verbringt seine Tage damit, billigen Alkohol zu trinken, auf Konzerte zu gehen und mit seinen besten Freund*innen Mella und Claudia die Straßen der Vororte zu durchstreifen. Hinter seiner schroffen Fassade verbirgt sich eine zerbrechliche Zärtlichkeit: Er lebt mit seiner Großmutter María Luisa zusammen und kümmert sich um sie, die einzige emotionale Stütze in seinem chaotischen Leben. Als Ricardo eines Nachts während eines wilden Saufgelages ein merkwürdiges, heimlich gebrautes Getränk namens Matapanki probiert, verfügt er plötzlich über alkoholbedingte Superkräfte, die jedes Mal aktiviert werden, wenn er den Trank zu sich nimmt. Doch er ist sich nicht sicher, ob er ein Superheld werden und die Verantwortung für die gesellschaftlichen Veränderungen übernehmen soll. Als Alkohol und Wut jedoch die Oberhand gewinnen, tritt Ricardo rücksichtslos in Aktion und begeht einen grausamen, irreversiblen Fehler, der einen internationalen Konflikt auslöst.

Chicas Tristes

(Sad Girlz) Regie: Fernanda Tovar; Mexiko, Spanien, Frankreich; 90 Min.
empfohlen ab 14 Jahren

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Paula and La Maestra are 16 and inseparable. The strongest swimmers on their team, they are training together over the summer to represent Mexico at the Junior Pan American Swimming Championships. One night at a party, Paula ends up alone with Daniel, a good friend and her long-time crush. Amid reggaeton, flirting and shots, Paula and Daniel slip into the bathroom together. Soon after, La Maestra senses that something has changed. Paula seems distant and deeply sad. At first, she insists nothing is wrong, but La Maestra keeps pushing until her friend begins to talk about what happened that night. Searching for answers, they try to name the experience, and what they find feels devastating. As the two girls respond in different ways, their bond is put to the test. Paula needs time, while La Maestra feels compelled to speak out. Fear, feelings of guilt and anger begin to fracture their friendship, pushing them towards a decision that will redefine who they are, together and apart.

Tegenwoordig heet iedereen Sorry

(Heute heißen alle Sorry) Regie: Frederike Migom, Belgien, Niederlande, Deutschland, 87 Min
empfohlen ab 12 Jahre

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Bianca ist ein temperamentvolles 13-jähriges Mädchen, das nach Halt sucht. Innerhalb ihrer Familie fühlt sie sich nicht gesehen – weder von ihrer Mutter, deren ganze Sorge ihrem kleinen Bruder und dessen Herzerkrankung gilt, noch von ihrem Vater und dessen neuer Freundin Cruz, die Bianca für durchgeknallt halten. Als Biancas Lieblingsschauspielerin Billie King plötzlich im Wohnzimmer der Familie auftaucht, ändert sich alles. Im Laufe eines sengend heißen Sommertages voller Emotionen kommen Biancas lebhafte Fantasie und ihr Gedankenwirrwarr zum Ausdruck. Sie erkennt, dass nicht alles so ist, wie sie dachte, und versucht, einen Weg zurück zu ihrer Mutter zu finden. Basierend auf dem preisgekrönten Roman von Bart Moeyaert, erzählt der Film eine zarte, fantasievolle Geschichte über Entdeckungen, Träume und die Suche nach einem Ort, an dem man sich zugehörig fühlt.

The Lights, They Fall

Regie:  Saša Vajda, Deutschland, 87 Min
empfohlen ab 14 Jahre

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Der 16-jährige Ilay treibt ziellos durch die Randbezirke Berlins. Seine Mutter Maria liegt im Sterben. Betreut wird sie von Ana, einer mexikanischen Palliativpflegerin. Ilay will Marias nahenden Tod nicht wahrhaben und kapselt sich zunehmend von der Realität ab. In ruhigen, kontemplativen Bildern fängt der Film Ilays und Anas Alltag ein, zeigt Anas stille Hingabe bei der Pflege und ihr Ringen mit der eigenen Suchterkrankung. Ilay arbeitet in einem Logistikzentrum, leistet Sozialstunden und verbringt seine Nachmittage mit Freund*innen am See. Nachts führt er eine zunehmend geisterhafte Existenz und wandert schlaflos durch die Stadt. Als er auf einem seiner nächtlichen Streifzüge aus einem Impuls heraus einen Hund stiehlt, bringt Ana ihn zum Psychologen. Dort offenbart Ilay seinen tief verwurzelten Glauben an die Unmöglichkeit des Sterbens. Als das Ende seiner Mutter näher rückt, wird ihr Tod weniger zu einer Gewissheit als vielmehr zu einem Rätsel – und zu einer Frage der Vorstellungskraft.

Quatro Meninas

(Four Girls) Regie: Karen Suzane, Brazil, Netherlands, 89 Min
empfohlen ab 14 Jahre

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Brazil, 1884. Tita, Muanda, Lena and Francisca, handmaidens to four pupils at a countryside boarding school, dream of freedom just to make it through the day. When an ill-advised romance puts Lena’s life in danger, their dreams of escape become a matter of necessity, and the four girls decide to run away. Their mistresses discover the plan – and to their surprise, insist on coming with them. The group takes shelter in an abandoned ranch house, where they face the challenges of their uncomfortable cohabitation. Freed from the traditional power structures, the Black girls savour agency, love and the possibility of a future on their own terms. Meanwhile, the whites resist learning to do the household chores and to look after themselves, and fail to answer for their own mistakes. When danger catches up with them all, they have to stand together in order to survive.

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