Sonderprogramm REFORMATION

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 zeigen VISION KINO und die Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen der SchulKinoWochen ein Filmprogramm zum Themenfeld „Reformation“. Die hierfür ausgewählten Filme beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit historischen und theologischen Grundlagen reformatorischen Denkens und dem Einfluss des Protestantismus auf westliche Gesellschaften.
Eric Tills Historienfilm LUTHER erzählt die Reformation und das Wirken Martin Luthers als Heldengeschichte. Der Film zeigt Ausschnitte des historischen Verlaufs der Reformation und findet mit den 95 Thesen gegen den Ablasshandel und dem ausbrechenden Bauernkrieg seine Höhepunkte.
DAS WEISSE BAND – EINE DEUTSCHE KINDERGESCHICHTE nimmt eine Dorfgesellschaft kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs in den Blick. Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke untersucht, wie „preußischer Geist“ und protestantische Werte ein geistiges Klima erzeugen, das geprägt ist durch Gehorsam, Unterordnung und Bestrafung.
SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE stellt zur Diskussion, inwiefern christlicher Humanismus und protestantische Werte einen kleinen Teil des deutschen Bürgertums zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime bewegten.
SELMA erzählt von den Ereignissen rund um den Marsch von Selma nach Montgomery, mit dem die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung ihr Wahlrecht erkämpfte. Der Film vermittelt die vielstimmige Motivation der Aktivisten und zeichnet ein differenziertes Porträt ihres tiefreligiösen Anführers Martin Luther King, dem sein Vater den Beinamen Luther zu Ehren des Reformators verlieh.
EINER TRAGE DES ANDEREN LAST ist ein aufschlussreiches Dokument zum Verhältnis von Staat und Kirche in der DDR. Der preisgekrönte Film zeigt, wie sich aus der anfänglichen Rivalität zwischen einem Volkspolizisten und einem evangelischen Vikar eine solidarische Freundschaft entwickelt. Aus den vermeintlich unüberwindbaren Gegensätzen zwischen christlicher und sozialistischer Weltanschauung entwickelt Lothar Warneke zugleich die Komik seines Films.
LICHT IM WINTER des schwedischen Meisterregisseurs Ingmar Bergman zeigt einen Pfarrer, der seinen Glauben verliert und zugleich auch mit persönlichem Versagen als Mensch konfrontiert wird. Der Film verdichtet die Theodizee-Frage, warum Gott das Leiden der Welt zulässt, in der Form eines Kammerspiels und findet für die Auseinandersetzung mit dieser theologischen Grundfrage beeindruckend metaphorische Bilder.

Die Filme des Programms

Regie: Eric Till
Deutschland 2003, 121 min
empfohlen ab 12 Jahre

Regie: Michael Haneke
Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien 2009, 145 Min
empfohlen ab 16 Jahre

Regie: Marc Rothemund
Deutschland 2005, 116 Minuten
empfohlen ab 14 Jahre

Regie: Ava DuVernay
USA, Großbritannien 2014, 123 Min
empfohlen ab 13 Jahre

Regie: Lothar Warneke
DDR 1987/1988, 118 min
empfohlen ab

Regie: Ingmar Bergmann 
Schweden 1962, 81 Min 
empfohlen ab

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